News : Hardware-Spezifikationen der Nintendo Wii U

, 152 Kommentare

Auch wenn eigentlich noch ein NDA bis zur offiziellen Vorstellung der kommenden Spielekonsole am 13. September in Kraft ist, wurden die Hardwaredaten der Wii U bereits jetzt durch Indiskretionen aus Entwicklerkreisen bekannt.

Nintendos neue Konsole dürfte ähnlich Microsoft's Xbox 360 auf einen Dreikernprozessor auf Basis der IBM Power PC Architektur setzen. Auch wenn die exakte Taktrate noch nicht durchgesickert ist, rechnen Insider damit, dass die CPU etwas langsamer als die der Xbox 360 getaktet sein wird. Durch die etwas geringere Taktrate und den inzwischen ausgereiften Fertigungsprozess können Temperaturprobleme vermieden werden. Außerdem wird die Ausbeute bei der Fertigung dadurch von Anfang an hoch sein, was hohe Auslieferungszahlen ermöglicht. Da es sich zudem um einen Prozessor einer bereits abgelösten Generation handelt, ist anzunehmen, dass IBM Nintendo attraktive Einkaufskonditionen bieten wird.

Die Grafiklösung wird angeblich auf der Architektur der aktuellen ATI/AMD HD 7000 Reihe basieren. Auch wenn Taktraten und Anzahl der Berechnungseinheiten noch unbekannt sind und daher noch keine genauere Einschätzung der Leistungsfähigkeit möglich ist, soll das Featureset den momentanen Konkurrenzprodukten aus dem Hause Microsoft und Sony überlegen sein. Dass die Grafiklösung Direct 3D 10 und Shader 4.0 unterstützen wird, gilt als sicher. Der Hauptspeicher wird wohl 1 GB groß sein – doppelt so viel wie bei der Xbox 360.

Damit lässt sich die Leistungsfähigkeit der Wii U grob einschätzen: Anders als die letzten Spielekonsolen von Nintendo, die bezüglich der Hardwaredaten deutlich schwächer als ihre Konkurrenten waren, wird die Wii U wieder aufschließen bzw. vorerst die Führung bezüglich der Leistungsfähigkeit übernehmen. Es ist gut möglich, dass einige Spiele auf Nintendos neuem Flaggschiff daher besser aussehen werden als auf der Xbox 360 oder der Play Station 3.

Spannend wird auch der Verkaufspreis. Im Vergleich zur sehr preiswerten Wii wird der Nachfolger auf jeden Fall deutlich teurer. Ein Verkaufspreis im Bereich 350 Euro in Europa scheint realistisch.