8/8 OCZ Vertex 4 im Test : Leistung gegen Speicherplatz mit Firmware 1.5

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Fazit

Die OCZ Vertex 4 ist ein gutes Beispiel dafür, dass man sich nicht alleine auf die Ergebnisse von Benchmarkprogrammen verlassen sollte. Ausgehend von den Werten, die sie in AS SSD erreicht, könnte man in der Praxis einen Platz in der Spitzengruppe erwarten. Doch dafür reicht es im alltäglichen Einsatz nicht. Zumindest bei den relativ moderaten Lasten, die Endanwender die meiste Zeit erzeugen, kann die Vertex 4 bei allen Stärken, die sie bei sehr hoher Belastung andeutet, nicht ganz das Niveau konkurrierender SSDs aus dem High-End-Segment halten. Merken dürfte davon allerdings kaum jemand etwas, sofern er nicht mit der Stoppuhr vor dem Rechner sitzt. Dazu sind die Unterschiede moderner SSDs in normalen Anwendungen einfach zu gering.

Die Unterscheidung zwischen Performance-Modus und Storage-Modus kommt erst dann zum Tragen, wenn große Datenmengen sequenziell geschrieben werden. Die über 481 MB/s, die die Vertex 4 im Performance-Modus erreicht, sind bei sehr großen Datenmengen ein willkommenes Extra, doch selbst mit den über 411 MB/s im Storage-Modus fährt der Nutzer alles andere als schlecht, zumal dies noch mehr ist, als andere Controller bieten. Blickt man ein paar Monate zurück und vergleicht die Vertex 4 mit der Octane, in der noch der erste Everest-Controller zum Einsatz kommt, ist der Leistungssprung in so kurzer Zeit beachtlich und OCZ hat es im zweiten Versuch endlich geschafft, die Everest-Controller konkurrenzfähig im High-End-Segment zu positionieren.

Vertex 4
Vertex 4

Die Kaufentscheidung der Kundschaft wird jedoch auch im High-End-Segment nicht zuletzt über den Preis gesteuert, und in diesem Punkt hat Samsung in den letzten Wochen die Konkurrenz geradezu überrollt. Noch vor zwei Monaten kostete die Serie 830 mit 256 GB Speicherplatz 192 Euro, in der Zwischenzeit bekommt man Samsungs SSD, begünstigt durch die Vorstellung neuer Modelle, zu Preisen ab 151 Euro fast schon nachgeschmissen.

Diese Preise können und wollen die meisten Hersteller nicht mitgehen. Crucials m4 ist mit 157 Euro noch relativ nahe dran, während für eine gleich große Vertex 4 schon mindestens 176 Euro bezahlt werden müssen. In diesem Bereich bewegen sich auch die meisten SandForce-SSDs mit synchronem MLC-NAND, wenn sie nicht gar deutlich mehr kosten. Im Hinblick auf dieses Preisgefüge ist die Kaufempfehlung derzeit klar Samsungs Serie 830, die einen sehr niedrigen Preis mit einer sehr hohen Leistung vereint und sich als zuverlässig erwiesen hat.

In dieser Hinsicht sind aber auch OCZs SSDs mittlerweile deutlich besser, als der Ruf ihnen teilweise noch immer vorauseilt. Von den relativ hohen Ausfallraten der Vertex 2 sind die neueren Modelle weit entfernt. Für die Vertex 4 gewähren die Kalifornier sogar 5 Jahre Garantie.

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