Samsung Galaxy Note II im Test: Neuauflage des 5-Zoll-Revolutionärs

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Sasan Abdi
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Note II im Überblick

Design & Verarbeitung

Das Note II ist derart groß, dass das erhöhte Gewicht von 182 Gramm beim Kontakt mit dem Gerät kaum auffällt. Kein Wunder, denn immerhin bringt manches konventionelle Gerät fast ähnliche Zahlen auf die Waage – freilich ohne dabei über satte Maße von 151 x 81 x 9,45 Millimetern zu verfügen. Die Größe bleibt also weiterhin das (im wahrsten Sinne) größte Abgrenzungsmerkmal.

Mit Blick auf den Vorgänger hat sich das SGN II optisch allerdings nicht wesentlich verändert. Aus diesem Grund muss man die dahingehenden Unterschiede schon im Detail suchen. Zu diesen gehört vor allem die rückwärtige Schale, die Samsung-typisch aus dünnstem Kunststoff besteht und so mitunter das passable Gewicht ermöglicht. Statt einer feinen Riffelung kommt hier nun aber eine sehr glatte Oberfläche zum Einsatz, die zwar angenehm in der Hand liegt. Ein Nachteil ist aber, dass vorsichtige Nutzer häufiger die Gefahr verspüren werden, dass das Gerät aus der Hand rutschen könnte.

Samsung Galaxy Note II
Samsung Galaxy Note II

Relativiert wird diese Sorge durch den Umstand, dass nur wahre Riesen das Note II dauerhaft mit einer Hand bedienen können. Bedingt durch die Größe fällt eine dahingehend längere, effektive Nutzung bei gängiger Physiognomie nämlich schwer. In Momenten, in denen man auf eine solche angewiesen ist – zum Beispiel im Stehen in einer rappelnden S-Bahn – wird man sich deswegen schnell ein „normales“ Smartphone zurückwünschen. Klar, dass dieser Wunsch in anderen Situationen – zum Beispiel auf der Couch liegend – schnellstens wieder vergessen ist. Das alte Spannungsfeld von Portabilität versus Komfort gilt also auch im Herbst des Jahres 2012 noch, wobei Samsung das Note II klar auf dem letzteren Extrem des Spektrums positioniert.

Während sich die Schale in Details vom Vorgänger entscheidet, lässt sich die Front kaum unterscheiden. Hier dominiert bei einem etwas kompakteren Design natürlich das Display, das an der unteren Seite von einer kombinierten Knopfreihe begrenzt wird: Zu einem mechanischen, über leicht abgerundete Ecken und einen passablen Druckpunkt verfügenden Home-Button gesellen sich eine „Eigenschaften“- und „Zurück“-Taste im Softtouch-Format. Die Dauer der Beleuchtung von letzteren kann über die Einstellungen variiert werden, was sich gerade für die ersten Tage des Umgangs durchaus anbietet.

Die Schnittstellen sind wie folgt verteilt: An der Unterseite finden sich die Einschübe für das microUSB-Kabel sowie den „S Pen“ genannten Stylus. Die rechte Seite ist einzig dem Power-Knopf, die linke Seite der Lautstärkewippe vorbehalten, die ebenfalls beide über einen guten Druckpunkt verfügen. An der Stirn wurde schließlich der Eingang für 3,5mm-Klinkenstecker platziert.

Die einzige Kritik, die in puncto „Design & Verarbeitung“ geübt werden kann, bezieht sich auf letztere. Und auch hier ist wieder die Schale zentral: Dass diese extrem dünn ist und deswegen nicht sonderlich robust wirkt – geschenkt. Viel gravierender ist, dass der über feine Kunststoffnasen realisierte Schließmechanismus nicht sonderlich zuverlässig funktioniert. So kann es schon mal einige Versuche kosten, bis man den Klickmechanismus dazu gebracht hat, überall gleichmäßig einzurasten. Doch selbst dann können unschöne Spaltmaße zurückbleiben (siehe Bild unten), die nicht nur das feine Auge stören, sondern auch ideale Orte für die Ansammlung von Staub sind.

Samsung Galaxy Note II
Samsung Galaxy Note II

In dieser Hinsicht hätten wir uns von den Produktentwicklern etwas mehr Umsicht gewünscht. Zwar gehören solche Problemzonen schon immer zum Repertoire von Smartphones, doch sollten sie zumindest bei den hochpreisigen Geräten der namhaften Hersteller mittlerweile eigentlich der Vergangenheit angehören.