11/15 Trinity vs. Ivy Bridge im GPU-Vergleich : Duell um die APU-Grafik-Krone

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Transcodierung

Moderne GPUs können weitaus mehr als nur die Grafik auf den Bildschirm zu zaubern. Ein Einsatzgebiet ist das Transcodieren von Videos, sei es in andere Auflösungen oder andere Codecs. Um die Geschwindigkeit auf Intels neuer Ivy-Bridge-Plattform zu testen, wandeln wir einen 1.080p-Trailer (3:30 Minuten) mittels des H.264-Codecs in die Auflösung 1.280x720 um. Als Software nutzen wir dafür Cyberlinks Media Espresso in der Version 6.5. Darüber hinaus machen wir dasselbe mit dem frei zugänglichen und beliebten Tool „Handbrake“, wobei wir dort die durchschnittliche Anzahl an Bildern pro Sekunde angeben.

Transcodierung: MediaEspresso
Angaben in Minuten, Sekunden
    • Intel Core i7-3770K @ GPU
      3:52
    • Intel Core i3-3220 @ GPU
      5:20
    • A10-5800K + GT 430
      5:47
    • Intel Core i7-3770K @ CPU
      6:48
    • A10-5800K + HD 6570
      6:50
    • AMD A10-5800K @ GPU
      7:44
    • AMD A8-3870K @ GPU
      8:58
    • Intel Core i3-3220 @ CPU
      9:54
    • AMD A10-5800K @ CPU
      10:52
    • AMD A8-3870K @ CPU
      13:19

Beim MediaEspresso hat Intels GPU klar die Nase vorn: Denn so ist selbst der Core i3-3220 mit fünf Minuten und 20 Sekunden spürbar schneller fertig als der AMD A10-5800K, der sieben Minuten und 44 Sekunden benötigt. Die GeForce GT 430 ist ebenso ein gutes Stück zügiger, während die Radeon HD 6570 rund eine Minute flotter arbeitet. Die GPU-Beschleunigung funktioniert dennoch einwandfrei, denn bei reiner CPU-Beschleunigung benötigt Trinity knapp elf Minuten.

Transcodierung: Handbrake
    • Intel Core i7-3770K @ GPU
      34,5
    • Intel Core i7-3770K @ CPU
      33,5
    • A10-5800K + HD 6570
      19,5
    • AMD A10-5800K @ GPU
      19,4
    • A10-5800K + GT 430
      18,7
    • AMD A10-5800K @ CPU
      17,2
    • AMD A8-3870K @ GPU
      17,1
    • AMD A8-3870K @ CPU
      15,9
    • Intel Core i3-3220 @ GPU
      15,6
    • Intel Core i3-3220 @ CPU
      14,7

Zumindest in der aktuellen Beta-Variante bringt die GPU in Handbrake nur geringe Vorteile. So steigt die Performance auf dem A10-5800K um 13 Prozent an, wobei dies natürlich dennoch jeder gerne mitnimmt. Damit liegt man auf dem Niveau einer einzelnen Radeon HD 6570 und ein gutes Stück vor Intels Core i3-3220. Der deutlich teurere Core i7-3770K rendert dagegen in einer völlig eigenen Welt.

Video-Bearbeitung

Mit Hilfe des Tools vReveal von MotionDSP lassen sich Videos bezüglich deren Qualität verändern. Sei es eine Rauschunterdrückung, das Verbessern von Farben, das Stabilisieren eines Videos, das nachhaltige Schärfen oder noch vieles mehr, vReveal macht ohne Hintergrundwissen sinnvolle Änderungen möglich. Wir testen die GPUs mit Hilfe der Version 3.0, wobei diese speziell auf AMD Vision-Produkte optimiert worden ist – dies sollte beachtet werden.

Als Testszenario schauen wir uns ein mit 30 Bildern pro Sekunde aufgenommenes Video in der Auflösung von 1.920x1080 an und wenden die „One Click Fix“-Funktion auf dieses an. Die Herausforderung ist die Echtzeitanwendung und wie viele FPS noch übrig bleiben.

Videobearbeitung: vReveal
    • A10-5800K + HD 6570
      24
    • AMD A10-5800K @ GPU
      23
    • AMD A8-3870K @ GPU
      19
    • Intel Core i7-3770K @ CPU
      12
    • A10-5800K + GT 430
      8
    • Intel Core i3-3220 @ CPU
      7
    • AMD A8-3870K @ CPU
      6
    • AMD A10-5800K @ CPU
      6
    • Intel Core i7-3770K @ GPU
      0
      Hinweis: Geht nicht
    • Intel Core i3-3220 @ GPU
      0
      Hinweis: Geht nicht

In vReveal haben die AMD-GPU die Nase klar vorn. So kommt der A10-5800K auf 23 Bilder pro Sekunde, während selbst Intels Core i7-3770K nur 12 FPS erreicht und der Core i3-3220 gar nur sieben Bilder pro Sekunde – die GPU kann auf Ivy Bridge nicht genutzt werden. Trinity ist damit vier FPS schneller als Llano. Bei der GeForce GT 430 scheint dagegen die GPU-Beschleunigung nicht korrekt zu funktionieren, da die Grafikkarte nur auf acht Frames per Second kommt.

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