6/7 Arctic MC101 im Test : AMDs Trinity-APU im HTPC

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Temperatur, Lautstärke & Leistungsaufnahme

Die Lautstärke der Testkandidaten haben wir sowohl im Leerlauf als auch unter voller Belastung mittels FurMark getestet. In einem weiteren Szenario wurden außerdem die Geräuschemissionen in Spielen ermittelt, wozu drei Schleifen des ersten Szenarios im „3DMark Vantage“ Last simulierten. Die Messungen wurden mit einem Schallpegelmessgerät alltagsnah in einem Abstand von 30 Zentimetern Entfernung zum geschlossenen Gehäuse durchgeführt, da derart kleine Rechner in Office-Umgebungen auf dem Schreibtisch platziert werden (müssen). Für die Temperaturmessungen mit CoreTemp sowie GPU-Z wird das selbe Szenario bemüht. Bei der Leistungsaufnahme, die mittels eines handelsüblichen Verbrauchs-Monitors ermittelt wird, gesellen sich zusätzlich Messungen im Standby, bei der Filmwiedergabe von HD-Material via PowerDVD sowie bei CPU-Vollast mit Prime95 zum Parcours.

Temperatur
Angaben in °C
  • Idle CPU (Sensor):
    • MC001 (Intel D525 + HD 5430)
      28,9
    • Core i3 2100T (Intel HD 2000)
      30,9
    • MC101 (A10-4600)
      48,6
    • WindBox DC100 (E-450 + HD 6320)
      58,7
  • Idle GPU (Sensor):
    • Core i3 2100T (Intel HD 2000)
      31,8
    • MC101 (A10-4600)
      48,8
    • MC001 (Intel D525 + HD 5430)
      50,4
    • WindBox DC100 (E-450 + HD 6320)
      58,7
  • 3DMark CPU (Sensor):
    • Core i3 2100T (Intel HD 2000)
      41,0
    • MC001 (Intel D525 + HD 5430)
      46,4
    • MC101 (A10-4600)
      72,9
    • WindBox DC100 (E-450 + HD 6320)
      90,5
  • 3DMark GPU (Sensor):
    • Core i3 2100T (Intel HD 2000)
      40,0
    • MC101 (A10-4600)
      62,9
    • MC001 (Intel D525 + HD 5430)
      63,4
    • WindBox DC100 (E-450 + HD 6320)
      90,5
  • CPU-Last (Sensor):
    • Core i3 2100T (Intel HD 2000)
      44,0
    • MC001 (Intel D525 + HD 5430)
      50,8
    • MC101 (A10-4600)
      71,5
    • WindBox DC100 (E-450 + HD 6320)
      92,6
  • GPU-Last (Sensor):
    • Core i3 2100T (Intel HD 2000)
      45,0
    • MC101 (A10-4600)
      66,4
    • MC001 (Intel D525 + HD 5430)
      69,7
    • WindBox DC100 (E-450 + HD 6320)
      92,6

Obwohl das Kühlsystem auf den ersten Blick ob der geringen Ausmaße einen wenig leistungsstarken Eindruck macht, kommt es mit den 35 Watt TDP bestens zurecht. Zwar sind die Temperaturen bereits im Leerlauf nicht gerade niedrig, bleiben aber unter Last in noch akzeptablen Bereichen, ohne dass dies mit erhöhter Lautstärke erkauft werden müsste. Auch die Festplatte bleibt mit maximal 39 Grad stets im Rahmen ihrer Spezifikationen. Grund dafür ist der Einbezug des Gehäuses in die Kühlkonstruktion, die ausreichende Reserven sicherstellt. Gerade bei längeren Einsätzen erwärmt sich die Aluminiumhaut allerdings deutlich, sodass ein Kontakt mit der Haut im Bereich des Prozessors unangenehm wird und an der Grenze zum Schmerzhaften liegt. Dies merkt man auch bei der Benutzung der I/O-Ports, da diese vor dem Kühler platziert wurden, also an der sich erwärmenden Seite des MC101 zu finden sind. Arctic hat sich in diesem Fall also für ein leiseres Kühlsystem entschieden, was zu einem stark erwärmten Gehäuse führt, die Komponenten jedoch ausreichend kühlt – für die Nutzung als HTPC durchaus vorteilhaft, da ein lautes Kühlsystem bei HTPCs immer wieder für Unmut sorgt.

Lautstärke
Angaben in dB(A)
  • Idle:
    • Arctic MC001 (Passiv)
      35,4
    • Basiswert
      35,4
    • Arctic MC101
      36,2
    • MSI WindBox DC100
      38,7
  • Last (3DMark Vantage):
    • Arctic MC001 (Passiv)
      35,4
    • Basiswert
      35,4
    • Arctic MC101
      38,6
    • MSI WindBox DC100
      46,4
  • Vollast (Furmark):
    • Arctic MC001 (Passiv)
      35,4
    • Basiswert
      35,4
    • Arctic MC101
      39,8
      Hinweis: Spitze 42,2
    • MSI WindBox DC100
      46,4

Bereits das für unseren Test herangezogene, voreingestellte Standardprofil der Lüftersteuerung agiert äußerst zurückhaltend. Zwar ist der Radiallüfter bauartbedingt immer in Form eines Rauschens zu hören, gerade im Leerlauf dennoch sehr leise – wenn er denn überhaupt anspringt, was erst ab einer Temperatur von 60 Grad der Fall ist. Die recht hoch angesetzte Grenze unterstreicht noch einmal den semipassiven Charakter des Kühlsystems. Dass die Konstruktion auch laut sein kann, zeigt sie bei voller Geschwindigkeit, bei der sie immerhin 46,2 Dezibel von sich gibt, was konzentriertes Arbeiten unmöglich macht. Im Alltag werden solche Werte aber zum Glück nicht erreicht, weshalb das System selbst in lang anhaltenden Lastszenarien stets angenehm ruhig bleibt. Das Netzteil hingegen fällt durch ein leises Fiepen auf – zumindest wenn der Rechner ausgeschaltet wurde –, kann aber außerhalb des Hörabstandes versteckt werden.

Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
  • Standby:
    • WindBox DC100 (E-450 + HD 6320)
      0,0
    • MC001 (Intel D525 + HD 5430)
      1,1
    • MC101 (A10-4600)
      1,6
    • Core i3 2100T (Intel HD 2000)
      2,2
  • Idle:
    • WindBox DC100 (E-450 + HD 6320)
      10,1
    • MC101 (A10-4600)
      11,6
    • MC001 (Intel D525 + HD 5430)
      21,4
    • Core i3 2100T (Intel HD 2000)
      25,6
  • Filmwiedergabe:
    • WindBox DC100 (E-450 + HD 6320)
      19,7
    • MC001 (Intel D525 + HD 5430)
      27,1
    • MC101 (A10-4600)
      28,6
    • Core i3 2100T (Intel HD 2000)
      33,6
  • 3DMark Vantage:
    • WindBox DC100 (E-450 + HD 6320)
      24,7
    • MC001 (Intel D525 + HD 5430)
      26,8
    • Core i3 2100T (Intel HD 2000)
      42,4
    • MC101 (A10-4600)
      52,4
  • Prime 95:
    • WindBox DC100 (E-450 + HD 6320)
      24,6
    • MC001 (Intel D525 + HD 5430)
      29,1
    • Core i3 2100T (Intel HD 2000)
      47,4
    • MC101 (A10-4600)
      51,5
      Hinweis: Spitze 60 Watt
  • Furmark:
    • WindBox DC100 (E-450 + HD 6320)
      25,7
    • MC001 (Intel D525 + HD 5430)
      29,6
    • Core i3 2100T (Intel HD 2000)
      45,7
    • MC101 (A10-4600)
      57,4
      Hinweis: Spitze 66,4 Watt

Hinsichtlich des Stromverbrauches schneidet das MC101 ebenfalls gut ab. Dieser ist bereits im Leerlauf exzellent und auch bei der Wiedergabe von HD-Material leicht unterhalb der Intel-Konkurrenz zu finden. Unter Last setzt sich die APU zwar an das Ende des Testfeldes und schluckt in GPU-lastigen Anwendungen, solange der Turbo-Modus aktiv ist, sogar mehr als 60 Watt, kann diesen Mehrverbrauch jedoch mit einer deutlichen Mehrleistung rechtfertigen. Anders ausgedrückt verbraucht der A10-4600 im 3DMark Vantage zwar doppelt so viel wie ein Nettop – das Core-i3-System setzt trotz nominell gleicher TDP auf wenig vergleichbare Desktop-Komponenten – erreicht insgesamt aber eine fast vierfache Punktzahl.

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