News : Dell verlässt endgültig den Smartphone-Markt

, 19 Kommentare

Dell bot in den letzten Jahren mehrere Smartphones an, welche sich beispielsweise mit einer ausziehbaren Hardware-Tastatur, wie dem 2011 erschienenen Venue Pro, von anderen Windows-Phone-7-Geräten abheben konnten.

Mit dem Streak (ComputerBase-Test) hatte Dell lange vor der Konkurrenz ein Android-Smartphone mit einem fünf Zoll großen Display im Sortiment. Anders als später die Konkurrenz vermarktete Dell das Streak mehr als Tablet denn als Smartphone. Unter anderem Samsung hatte mit seinem Galaxy Note der ersten Generation großen Erfolg, das einen 5,3 Zoll großen Bildschirm hat und mittlerweile vom Galaxy Note II abgelöst wurde, welches ein 5,55-Zoll-Display zur Verfügung stellt.

Doch konnten die mobilen Begleiter trotz der Alleinstellungsmerkmale in den vergangenen Jahren keine nennenswerten Marktanteile erreichen, sodass aufgrund des fehlenden Erfolgs im Frühjahr 2012 sogar die Vermarktung in den USA und in Europa eingestellt wurde. Daher kamen dieses Jahr auch keine neuen Modelle von Dell auf den Markt. Trotzdem wurden immer wieder Spekulationen laut, dass der Konzern einen baldigen Neuanfang im Smartphone-Markt anvisiert und in Kürze wieder mit neuen Geräten aktiv sein wird. Doch nun gibt Jeff Clarke, seines Zeichens Leiter von der Consumer-Abteilung bei Dell, gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Forbes bekannt, dass sich das Unternehmen ganz aus dem Smartphone-Markt zurückzieht. Um wirklich erfolgreich zu sein, seien sehr viele Investitionen erforderlich, so Clarke.

Dell Streak

Doch auch über die zukünftigen Pläne äußert sich der Manager. Künftig will Dell im Mobile-Bereich verstärkt auf Windows-Tablets setzen, nachdem der texanische Hersteller bislang vor allem auf Googles Android-Betriebssystem bei seinen Produkten, wie beispielsweise bei dem bereits genannten Streak, gesetzt hatte. Beim Dell XPS 10, XPS 12 und Latitude 10 setzt der Konzern bereits auf Windows 8 respektive Windows RT. Trotz der Windows-Offensive will Dell Android jedoch weiterhin im Blick behalten, so der Dell-Manager.