5/5 Corsair Vengeance K60 und K90 im Test : Cherry & Rubberdome bunt gemischt

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Fazit

Einen Strich unter die Vengeance-Tastaturen K60 und K90 zu ziehen, fällt trotz der guten Ideen schwer. Denn obwohl es sich bei der K60 und K90 um vergleichsweise eigenständige Produkte handelt, die auch auf der Design-Ebene neue, gute Ideen präsentieren, richtet sich kaum eine „Gaming-Tastatur“ so konsequent auf ihre Zielgruppe aus – oder auf das, was sie darunter versteht. Das grundlegende Layout kann überzeugen, wenngleich die flachen Media-Tasten aufgrund der Höhe der umliegenden Caps nicht optimal erreichbar sind. Das hochwertige Wählrad für die Lautstärke gefällt hingegen und ist ein sinnvolles, weil komfortables Extra mit makelloser Umsetzung. Auch die hochwertige, extrem steife Aluminium-Hülle überzeugt durch ihre Optik und bietet durch die freistehenden Schalter Vorteile bei der Reinigung der Tastatur.

Corsair K60 & K90
Corsair K60 & K90

Mit 20-KRO und ausbleibendem Ghosting macht die Vengeance-Serie auch auf der Gaming-Seite alles richtig, was ebenso für die übersichtliche und funktionale Software der K90 gilt. Das große K-Modell gibt abseits der gut integrierten Beleuchtungsfunktion, die auch Status-LEDs dimmt, wiederum weiteren Grund für Kritik: Die zusätzlichen Makro-Tasten sind aufgrund ihrer kleineren Oberfläche und des kleineren Abstandes schwieriger zu differenzieren und dank Rubberdomes nicht immer präzise auszulösen. Größtes Manko der Serie bleibt daher der Schalter-Mix: Was selbst in Spielen nicht immer zu vermeiden ist, wird im Office-Betrieb erst recht zum Ärgernis, denn an die Unterschiede hinsichtlich Signal- und Druckpunkt der beiden Typen konnten wir uns im Testbetrieb trotz aller Mühen nicht gewöhnen; der Tester tendierte nach Möglichkeit eher zur Vermeidung der unpräziseren Rubberdome-Tasten etwa durch stärkere Nutzung der Maus. Ideal ist das nicht, erst recht in Relation zum Preis. Dazu fällt die Handballenauflage der K60 mit praktischem Ablagefach nicht für Vielspieler, wohl aber für Vielschreiber in die Kategorie „nutzlos“ und auch die Auflage des größeren Modells könnte breiter und damit bequemer ausfallen – Punkte, mit denen „Gamer“ jedoch keine Probleme sondern vielmehr Freude haben dürften.

Wer eine Tastatur also aufgrund der Optik und hochwertiger Materialien kauft, mit einem Tasten-Hybrid tatsächlich leben kann oder vorrangig beziehungsweise jetzt wie künftig ausschließlich spielen möchte, findet mit der K-Serie passende Begleiter zu einem für mechanische Tastaturen eher moderaten Kurs von 80 (K60) beziehungsweise 95 Euro (K90). Ansonsten empfiehlt sich ein Blick auf die ebenfalls in dieser Liga vertretene Konkurrenz, die ihre Produkte zum ähnlichen Preis komplett mit Cherry-Schaltern ausstattet und damit wie etwa Gigabyte mit der Osmium (ComputerBase-Test) den besseren Allrounder parat hat – was der Preisklasse eher angemessen erscheint. Wer noch etwas mehr investieren, dafür aber auch eine extravagantere Tastatur erwerben möchte, sollte einen Blick auf die Leopold FC500R ohne Tastenbeschriftung werfen.

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