News : Samsung-Manager äußert Bedenken bezüglich Windows RT

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Nachdem Hewlett-Packard (HP) und der japanische Hersteller Toshiba im Juni respektive August des vergangenen Jahres die eigene Entwicklung von Windows-RT-Geräten aufgegeben haben, äußert nun auch der südkoreanische Konzern Samsung Bedenken bezüglich des für ARM-Prozessoren konzipierten Betriebssystems.

Wie der für das PC-Geschäft in den USA zuständige Samsung-Manager Mike Abary am Rande der CES gegenüber dem CNet sagte, sei die Positionierung von Windows RT für Konsumenten im Vergleich zu Windows 8 nicht eindeutig klar. Eigenen Marktstudien zufolge würde man einen mit hohen Investitionen verbundenen Aufwand betreiben müssen, um Kunden überhaupt zu erklären, was Windows RT eigentlich ist. Außerdem will man bei Befragungen von Handelspartnern erfahren haben, dass nur eine geringe Nachfrage für derartige Produkte bestehen würde.

Die Aussichten auf einen erfolgreichen Vertrieb größerer Stückzahlen seien daher schlecht, sodass man sich aufgrund dessen vorerst gegen eine Einführung des auf der IFA 2012 vorgestellten, mit einem ARM-Prozessor von Qualcomm und einem 10,1 Zoll großen Bildschirm ausgerüsteten ATIV Tab in den USA entschieden hat.

Samsung ATIV Tab

Abary erklärte außerdem, dass Geräte mit Windows RT eigentlich günstiger sein müssten als Produkte mit Windows 8. Um dies zu erreichen, hätte man aber eine Reihe von Abstrichen machen, also beispielsweise weniger Speicher verbauen müssen. Dazu sei man jedoch nicht bereit, weshalb man den erhofften niedrigeren Preis nicht erreichen könne. Dies sei nicht Microsofts Schuld, sondern sei eher darauf zurückzuführen, wie Samsung sein Produkt gebaut habe und welche Kompromisse getroffen werden mussten.

Vorerst will Samsung keine Geräte mit Windows RT auf dem US-Markt anbieten, schließt deren Einführung aber für die Zukunft nicht aus. Man werde den entsprechenden Markt rund um Windows RT beobachten und halte sich alle Möglichkeiten offen. Es sei vielleicht noch nicht der richtige Zeitpunkt für Samsung, derartige Produkte anzubieten, so der Manager.