4/4 Roccat Isku FX im Test : Beleuchtung „à la carte“

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Fazit

Trotz des eindeutigen Schwerpunktes auf der Beleuchtung sorgt die Isku FX nicht nur für Licht, sondern auch für Schatten, zumindest in sekundären Features. Mit einem angenehmen, rubberdome-basierten Tippgefühl, sinnvoll angeordneten Makro- und komfortablen Daumentasten stimmt das grundlegende Layout der Tastatur, was sowohl in Spielen als auch beim Arbeiten zum Tragen kommt. Das abseits des „WASD“-Blockes eingeschränkte Key-Rollover erscheint aber für eine „Gaming“-Tastatur prinzipiell unangemessen. Durch Fugen und Klavierlack leidet die Isku FX zudem unter einer besonders hohen Schmutzempfindlichkeit, während auch die unbeleuchteten und damit schlecht ablesbaren Mediatasten gerade bei einem Eingabegerät mit Fokus auf den LEDs ein Ärgernis darstellen. Zudem leidet die Differenzierbarkeit dieser Tasten unter den beiden überflüssigen Browser- und Arbeitsplatz-Shortcuts. Diese können ebenfalls über die Software, deren Funktionsumfang im Gegensatz zur ihrer Übersichtlichkeit hervorragend ausfällt, auf andere Tasten gelegt werden.

Roccat Isku FX – Beleuchtung
Roccat Isku FX – Beleuchtung

Auch die Beleuchtung ist nicht (nur) im grünen Bereich. Die Ausleuchtung überzeugt zwar im Rahmen der verwendeten Technik und der unterstützten Tasten, allerdings gilt dies bezüglich Wahl der Farbart und -intensität nicht für alle LEDs. Das ist gerade in der von Roccat avisierten Preisklasse ein schwaches Ergebnis. Die Ambilight-Funktion der Isku FX lässt sich aufgrund von lediglich zwei unterstützten Spielen derzeit noch unter „ferner liefen“ verbuchen und sollte keinesfalls als alleiniger Kaufgrund herangezogen werden, vermittelt aber eine nette Atmosphäre und auch unter Windows weiter Informationen über das Spielgeschehen. Ein herstellerübergreifender Ausbau zu einem Standard wäre durchaus wünschenswert, denn auch wenn es sich nicht um ein revolutionäres Feature handelt, so doch um eine nette, überraschend atmosphärische Idee.

Für eine Tastatur, die sowohl ihre Anschaffungskosten von rund 100 Euro als auch den Aufpreis von 30 Euro gegenüber der ausschließlich blau beleuchteten Isku über bunte Farben und Farbeffekte in zwei Spielen rechtfertigen möchte, weist die Isku FX gerade in diesem Bereich schlussendlich aber zu viele kleinere und größere Schwächen auf, die von der Isku übernommen wurden. Was bei der günstigeren Version noch akzeptabel sein kann, ist an der Grenze zu dreistelligen Kaufbeträgen jedoch kritischer zu sehen, selbst wenn die grundsätzliche Konzeption im Primärbereich gut ist. Wenn es eine Rubberdome-Tastatur mit freier Farbwahl sein soll, lohnt ein Blick auf die Isku FX mangels zahlreicher Alternativen in dieser Preisklasse zwar dennoch, ansonsten reicht aber auch der Griff zur bis auf die Beleuchtung featuregleichen, aber nur 70 Euro teuren Standardvariante.

Roccat Isku FX

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