3/8 Arctic Accelero Hybrid im Test : GPU-Kühler mit Luft und Wasser

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Verkabelung der Komponenten

Bevor wir auf den Geräuschcharakter der einzelnen Accelero-Hybrid-Bauteile eingehen, werfen wir noch einen Blick auf die Realisierung der Stromversorgung aller aktiven Komponenten, da diese maßgeblichen Einfluss auf die Möglichkeiten der manuellen respektive automatischen Steuerung ihrer Betriebsgeschwindigkeiten hat.

Das Verkabelungskongskonzept des Accelero Hybrids ist darauf ausgelegt, alle Komponenten mit nur einem Stromanschluss in Form eines Vier-Pin-Molex (nur zwölf Volt und Masse belegt) direkt über das Netzteil zu betreiben. Diese Leitung mündet fest verkabelt in der Pumpeneinheit, welche so stets mit voller Leistung betrieben werden soll. Ein Drehzahlsignal besitzt die Pumpe nicht. Eben so wenig läuft die Pumpe überhaupt an, sofern nur sieben anstatt zwölf Volt angelegt werden.

Der Hauptstrang wird noch vor der Pumpe aufgeteilt und erreicht durch eine Steckverbindung den auf der Grafikkarte montierten 80-mm-Lüfter. Arctic hat hierbei die Geschlechter der üblichen Vier-Pin-Lüfter-Steckverbindungen vertauscht, um Änderungen im Anschlussregime seitens des Anwenders zu erschweren.

Arctic Accelero Hybrid – durchgeschleifte Stromversorgung über einen Strang
Arctic Accelero Hybrid – durchgeschleifte Stromversorgung über einen Strang

Der 80-mm-Lüfter besitzt neben der reinen Stromversorgung jedoch noch ein zweites Kabel, welches das Drehzahl- und das PWM-Signal führt und mit einem Vier-Pin-Mini-Lüfterstecker ausgestattet ist, der üblicherweise auf Grafikkarten zum Einsatz kommt. Dieser wird entsprechend direkt auf der Grafikkarte angeschlossen und ermöglicht damit sowohl die Information über die aktuelle Drehzahl des 80-mm-Ventilators sowie die Ansteuerung über das PWM-Signal des 3D-Beschleunigers.

Da das weitergeführte Stromkabel für den 120-mm-Lüfter des Radiators schließlich über den PWM-regulierten 80-mm-Grafikkartenlüfter läuft, wird auch dieser von der Pulsweitenmodulation erfasst. Der Radiatorlüfter besitzt einen herkömmlichen 4-Pin-Lüfterstecker inklusive PWM-Signalstrang, besitzt jedoch keinerlei Drehzahlinformationen.

Eine sinnvolle Steuerung des Arctic Accelero Hybrid ist also ausschließlich über das PWM-Signal der Grafikkarte zu realisieren, wobei davon nur die beiden Lüfter, nicht jedoch die Pumpenleistung beeinflusst werden. Mit einer guten Steuersoftware kann der Anwender auf diese Weise die Leistung und Lautstärke der Accelero-Lüfter nach seinen Wünschen manuell anpassen oder auch auf die automatische Regulation vertrauen.

Unterm Strich ist die von Arctic gewählte Anschlusstaktik in der Praxis sinnvoll und komfortabel. Wir hätten uns dennoch zumindest die Option gewünscht, insbesondere die Drehgeschwindigkeiten aller Lüfter sowie der Pumpe überwachen und gegebenenfalls eine separate Steuerung der drei Elemente vornehmen zu können.

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