News : Shiva Musikserver als freie Software

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Der als RESTful API ausgelegte, Shiva getaufte Musikserver, den Alvaro Mourino jetzt auf Mozilla Hacks vorstellt, soll nicht in Konkurrenz zu Diensten wie Spotify und anderen treten, sondern eine leicht erweiterbare, freie Software zum Verwalten der eigenen Musiksammlung und zum Teilen derselben darstellen.

Der in Python realisierte Shiva-Server übernimmt dabei die Aufgabe, die Sammlung zu indexieren und die Metadaten per API zur Verfügung zu stellen. Unterstützt wird der Server durch SQLAlchemy und den Object-Relational-Mapper, die HTTP-Kommunikation findet mittels Flask statt. Der entsprechende Client stellt als mit AngularJS und HTML5 realisiertes Web-App den Zugriff auf die Sammlung im Browser auf beliebigen Geräten bereit.

Shiva ist dabei nicht auf die eigene Sammlung beschränkt, sondern kann Musik mit anderen teilen, der Anwender kann jedermann Zugriff auf die eigene Sammlung gewähren oder auch aus mehreren Beständen mit Freunden eine große Sammlung gestalten. Beim Zugriff auf eine solche Sammlung spielt es dann keine Rolle, ob die Musikstücke auf dem eigenen Rechner oder auf dem von Freunden liegen. Die Metadaten wie Songtexte oder Wikipedia-Einträge werden durch das API extern gesammelt. So wird beispielsweise das Bands-in-Town-API eingebunden, um bevorstehende Konzerte der entsprechenden Künstler anzuzeigen, per Last.fm können Album-Cover und Künstlerfotos eingebunden werden.

Beide Komponenten von Shiva sind zwar noch in einem frühen Entwicklungsstadium, jedoch bereits benutzbar. Mourino wünscht sich, dass andere Entwickler sich im Sinne freier Software seiner Arbeit bedienen und diese erweitern. Auf Mozilla Hacks hat er die technischen Hintergründe dazu erläutert. Dokumentation und Lizenz dazu sind auf GitHub zu finden. Er selbst will Shiva-FXOS als Client für Firefox OS erstellen sowie sich um die Kommunikation mehrerer Shiva-Server kümmern. Damit könnten im kleinen oder erweiterten Kreis soziale Musik-Netzwerke entstehen.

Mourino geht es mit Shiva darum, den Stellenwert, den Musik in unserem Leben hat, nicht durch DRM und ähnliche Restriktionen einzuengen und nicht den großen Musikdiensten noch mehr private Daten zur Verfügung zu stellen.