Enermax Triathlor FC 550 Watt: Mittelklasse mit High-End-Ansatz

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Philip Pfab
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Technik

Nach dem Lösen der Schrauben und dem Öffnen des Netzteils fällt unser Blick auf die Elektronik. Wie immer gilt: Nicht nachmachen – Lebensgefahr!

Übersicht Elektronik
Übersicht Elektronik

Die Elektronik des Triathlor FC 550 Watt wird von Enermax selbst gefertigt und ist nahezu identisch zu der der Triathlor-Version ohne Kabelmanagement. Zur Generierung der 3,3- und 5-Volt-Leitung setzt der Hersteller auf DC-DC-Spannungsregulationsmodule. Beim Lüfter handelt es sich um ein hauseigenes Modell mit Twister-Lager (Modell-Bezeichnung ED122512H-DD, maximale Stromaufnahme 0,3 Ampere bei 12 Volt). Zur Lenkung des Luftstromes wird eine kleine, stabil befestige Luftleitfolie verwendet.

Die Eingangsfilterung beginnt auf einer Zusatzplatine an der Eingangsbuchse mit einem X-, vier Y-Kondensatoren und einer Spule. Nach einem Ferrit-Kern folgen auf der Hauptplatine eine weitere Spule sowie der MOV als passiver Überspannungsschutz. Die Eingangsfilterung des FC 550 Watt ist damit vollständig. Enermax verwendet zudem zwei mit Kunststoff umhüllte Kupferfolien zur Abschirmung von Störsignalen innerhalb des Netzteils.

Lüfter
Lüfter
Eingangsfilterung
Eingangsfilterung
Sekundärbereich im Detail
Sekundärbereich im Detail

Bei der Bestückung trifft der Hersteller eine sinnvolle Wahl: Auf der Primärseite wird ein Panasonic 85-Grad-Elektrolytkondensator mit 390 Mikrofarad Kapazität und 400 Volt Spannungsfestigkeit verbaut, auf der Sekundärseite kommen 105-Grad-Elektrolytkondensatoren von Nippon-Chemicon sowie Polymer-Feststoffkondensatoren zum Einsatz. Die verbauten Kondensatoren sind insgesamt hochwertig und in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich.

Die Absicherung übernimmt der Weltrend WTWT7527V-Sicherungschip, der die versprochenen Schutzschaltungen auch tatsächlich unterstützt. Die Anzahl an OCP-Kanälen sowie die der physisch vorhandenen Rails stimmt mit den Herstellerangaben überein, auch die Zuordnung Rail-Kabel ist korrekt wiedergegeben.

Die Verarbeitung der Elektronik ist insgesamt gut, auch wenn die Lötqualität nicht mit der der Spitzengruppe mithalten kann und eine handvoll Kabelenden entschlosseneres Kürzen vertragen könnten, sind keine Probleme zu erwarten.

Elektronik im Detail
Elektronik im Detail
Lötqualität
Lötqualität