2/2 Google Android : Version 2.3.6 bis 4.2.2 im Leistungsvergleich

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Browser

SunSpider 0.9.1
Angaben in Millisekunden
    • Samsung Galaxy S II (Android 4.1.2)
      1.371,3
    • Samsung Galaxy S II (Android 4.2.2 CM10.1)
      1.390,7
    • Samsung Galaxy S II (Android 4.0.4)
      1.787,6
    • Samsung Galaxy S II (Android 2.3.6)
      2.259,6
BrowserMark 2.0
Angaben in Punkten
    • Samsung Galaxy S II (Android 2.3.6)
      1.840
    • Samsung Galaxy S II (Android 4.0.4)
      1.527
    • Samsung Galaxy S II (Android 4.2.2 CM10.1)
      1.042
    • Samsung Galaxy S II (Android 4.1.2)
      975
Google V8 (Rev. 3)
Angaben in Punkten
    • Samsung Galaxy S II (Android 4.1.2)
      1.764
    • Samsung Galaxy S II (Android 4.2.2 CM10.1)
      1.638
    • Samsung Galaxy S II (Android 4.0.4)
      1.298
    • Samsung Galaxy S II (Android 2.3.6)
      761

Verbesserungen lassen sich vor allem bei der Browser-Performance feststellen. Die Geschwindigkeit im Bereich JavaScript ist durch aktuellere Browser eindeutig gestiegen. SunSpider und Google V8 zeigen ein identisches Ergebnis. In beiden JavaScript-Benchmarks können die Jelly-Bean-Versionen 4.1.2 und 4.2.2 die ersten beiden Plätze belegen. Mit einem größeren Abstand folgen dann Ice Cream Sandwich und Gingerbread.

Die Ernüchterung folgt aber in Form des BrowserMark 2.0. Neben JavaScript werden in diesem Test die Bereiche HTML5, WebGL, CSS3/3D sowie Ladezeiten und die Skalierung von Webseiten beurteilt. Hier liegt die älteste Version vor allen anderen Ablegern, was die vorherigen Ergebnisse etwas entkräftet.

Laufzeiten

Video-Dauertest
Angaben in Stunden, Minuten
  • 720p Dauertest, 200 cd/m²:
    • Samsung Galaxy S II (Android 4.0.4)
      7:43
    • Samsung Galaxy S II (Android 4.1.2)
      7:23
    • Samsung Galaxy S II (Android 2.3.6)
      7:18
    • Samsung Galaxy S II (Android 4.2.2 CM10.1)
      6:13

Die Laufzeit der drei offiziellen Firmware-Versionen liegt auf einem annähernd identischen Niveau. Zwischen Android 2.3.6 und 4.0.4 liegen gerade einmal 25 Minuten. Auf den Akkuverbrauch haben die verschiedenen Betriebssysteme von Samsung also kaum Auswirkung. Etwas anders sieht es bei CyanogenMod aus. Die Laufzeit ist mit dieser Version etwas mehr als eine Stunde kürzer.

Alltag & Fazit

Genug mit der Zahlenspielerei – was bewährte sich im Alltag als beste Lösung? Ganz klar das offizielle ROM von Android 4.1.2. Die bereits in der Einleitung angesprochenen Veränderungen, die Google und die Hersteller an den aktuellen Versionen vornehmen, sind im Alltag um ein Vielfaches bemerkbarer als minimale Nachteile oder Vorteile in den Benchmarks. Im Browser-Bereich ist aber auch im Alltag etwas von den Ergebnissen in den Messungen zu spüren.

Der Sieger lautet aber auch eindeutig Jelly Bean, weil Project Butter (60 fps, VSync, Triple Buffer) wahre Wunder bewirkt. Gegenüber Ice Cream Sandwich lässt sich ein sofort spürbarer Unterschied feststellen. Bei Version 4.0.4 schmälerten oftmals kleine Ruckler der Oberfläche das Vergnügen. Auch die zum Teil vom Galaxy S III übernommenen Features wie die Oberfläche TouchWiz Nature UX sowie neue Funktionen für Home- und Lockscreen sind eine nette Beigabe. Der gefühlt größte Unterschied geht aber eindeutig von Project Butter aus.

Android-Versionen
Android-Versionen

Experimentierfreudigen Nutzern kann auch CyanogenMod 10.1 empfohlen werden. Damit ist der Nutzer immer auf dem neuesten Stand und erhält ein aufgebohrtes Android im Standard-Google-Look. Doch Samsung beziehungsweise die Hersteller einzelner Komponenten machen es den Entwicklern von CyanogenMod mit der Nichtveröffentlichung von Quellcode nicht gerade einfach, sodass auch heute noch gewisse Einschränkungen hingenommen werden müssen. Zum Beispiel funktionieren der TV-Ausgang sowie das FM Radio nicht. Außerdem sind die USB-Übertragungsraten niedrig und im Test zeigte sich eine verkürzte Laufzeit, die sich auch beim täglichen Gebrauch bemerkbar macht. Trotzdem kann der Schritt zu CyanogenMod gewagt werden, denn im Alltag lief auch das Custom-ROM stabil.

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