8/8 Crucial M500 480 GB SSD im Test : Viel SSD für relativ wenig Geld

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Fazit

Bei der Vorstellung der Crucial M500 war es schon ein wenig überraschend, dass einer der großen Hersteller bei seinem neuen SSD-Flaggschiff nicht auf maximale Leistung setzt, sondern den Preis und die Speicherkapazität in den Vordergrund rückt. Andererseits spricht man durch einen niedrigeren Preis einen größeren Kundenkreis an und kann sich auch leichter von der Konkurrenz absetzen. Denn so schön mehr Leistung auch ist, muss man ehrlicherweise sagen, dass die meisten Heimanwender ohne genau hinzusehen gar nicht merken würden, ob nun die neueste SSD von Samsung, Crucial &. Co. im Rechner steckt oder eine etwas ältere SSD. Die meisten täglichen Aufgaben unterfordern eine SSD schlicht und lassen die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen sehr stark zusammenschrumpfen.

Bei Crucial hat man sich nun also entschieden, diesem Umstand Rechnung zu tragen und die M500 mit einem aggressiven Preis und hohen Speicherkapazitäten zu positionieren. Komplett zu Lasten der Leistung geht dies aber nicht, die M500 ist zwar in vielen Fällen nicht ganz so schnell wie die Topmodelle der Konkurrenz, ist aber zumindest in den großen Varianten eine teils deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorgängermodell m4 und bietet eine gute Leistung. Unterhalb von 480 Gigabyte leiden insbesondere die sequenziellen Schreibraten darunter, dass für eine bestimmte Speicherkapazität nur noch halb so viele Speicherchips benötigt werden wie bisher.

In unseren Anwendungstests schnitt sie durchschnittlich ab, was aber im Alltag nicht weiter auffällt und noch immer ein meilenweiter Unterschied im Vergleich mit einer HDD ist. Da die Leistung also nur im Mittelfeld anzusiedeln ist, muss die M500 über den Preis punkten, und das tut sie auch. Und zwar umso mehr, je höher die Kapazität ist:

Bereits in der 240-GB-Variante spart man mit der M500 mehr als 20 Euro gegenüber den Produkten der Konkurrenz, wenn man einmal von Samsungs Serie 840 mit TLC-Speicher absieht. Bei 480 GB ist der Preisvorteil dann schon bei 70 Euro und mehr, denn mit den 317 Euro von Crucial kann die Konkurrenz derzeit nicht mithalten. Besonders interessant ist allerdings die 960-GB-Variante der M500, die nur knapp über 507 Euro oder 53 Cent pro Gigabyte kostet. Die gängigen SSDs der Konkurrenten gibt es gar nicht mit so viel Speicherplatz. Und die Modelle, die es mit so viel Speicherplatz gibt, kosten deutlich mehr als die M500. Die M500 ist letztlich sicher nicht die erste Wahl der Leistungs-Enthusiasten, doch die relativ hohe Leistung gepaart mit der Haltbarkeit von 2-Bit-MLC-Speicherchips und dem günstigen Preis dürfte einige Käufer begeistern. Insbesondere auch jene, die sich mehr Speicherplatz wünschen, ohne dafür gleich einen Kredit aufnehmen zu müssen.

SSDs mit 240-256 GB und 480-512 GB Speicherplatz
Modell Preis 240-256 GB Preis 480-512 GB Garantie
Adata SP900 171,95 Euro 3 Jahre
Adata SX910 214,34 Euro 432,50 Euro 5 Jahre
Corsair Neutron GTX 200,88 Euro 406,41 Euro 3 Jahre
Crucial m4 156,00 Euro 324,80 Euro 3 Jahre
Crucial M500 173,00 Euro 316,99 Euro 3 Jahre
Intel SSD 520 198,48 Euro 440,98 Euro 5 Jahre
Intel SSD 335 174,90 Euro 3 Jahre
OCZ Vector 204,85 Euro 444,94 Euro 5 Jahre
OCZ Vertex 4 197,99 Euro 379 Euro 5 Jahre
Plextor M5 Pro 195,00 Euro 386,64 Euro 5 Jahre
Samsung Serie 840
(TLC-Speicher)
141,43 Euro 276,84 Euro 3 Jahre
Samsung Serie 840 Pro 194,65 Euro 390,01 Euro 5 Jahre

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