News : Evernote plant Einstieg ins Hardware-Geschäft

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Das durch den gleichnamigen Dokument-Management-Dienst bekannt gewordene Unternehmen Evernote denkt offenbar über neue Geschäftsbereiche nach: Nachdem der Betreiber vor Kurzem eine Partnerschaft mit der Deutschen Telekom einging, soll laut CEO Phil Libin künftig auch entsprechende Evernote-Hardware folgen.

In einem Interview mit IDG News Service in Tokio sagt Libin laut PCWorld, dass Evernote dafür Partnerschaften mit Hardware-Unternehmen geschlossen hat, um die Herstellung der mit den Partner konzipierten, jedoch nicht näher erläuterten Geräte abzudecken. In drei, vier oder fünf Jahren könne sich Libin allerdings vorstellen, die Hardware auch selbst herzustellen. Einer bestehenden Produktkategorie wolle man sich aber nicht anschließen, viel eher gehe es um „neue und magische“ Geräte.

Evernote unterhält bereits Kooperationen mit anderen Firmen: Das Unternehmen bietet beispielsweise mit Moleskine schon jetzt ein Notizbuch an, welches laut Produktbeschreibung aus „besonders formatiertem, speziell für die Nutzung mit Evernote entwickeltem Papier“ besteht. Nutzer können den Inhalt abfotografieren, wodurch er digitalisiert wird und sich in Evernote speichern, durchsuchen und weitergeben lässt. Außerdem arbeitet das Unternehmen mit Geräteherstellern zusammen, um seine Notizen- und Archivplattform in deren Produkte zu integrieren. Dazu zählen unter anderem Scanner, Kameras und sogar Blutdruckmonitore.

Moleskine-Notizbuch für die Nutzung mit Evernote
Moleskine-Notizbuch für die Nutzung mit Evernote (Bild: Moleskine)

Dass man sich bei Evernote auch neuen Technologien anschließt, zeigt die ebenfalls zum Unternehmen gehörende und für Googles Glass geplante Skitch-Anwendung. Zu den weiteren Plänen sagt Libin, dass Evernote „wahrscheinlich im Mai“ die Zwei-Wege-Authentifizierung einführen wird. Vor Microsofts OneNote und Googles Keep hat man bei Evernote wenig Angst: Es sei schwer, so Libin, das Evernote-Modell nachzuahmen. Des Weiteren sagt Livin, dass Evernote jederzeit in die Profitabilität geführt werden könne. Vorerst läge der Fokus allerdings auf der Verbreitung des Dienstes nach Übersee und nicht auf schwarzen Zahlen.