News : Google stellt Online-Bezahlsystem Checkout ein

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Es tritt nun das ein, was sich bereits seit Längerem andeutete: Nachdem alle Funktionen des Online-Bezahlsystems Google Checkout im vergangenen November bereits durch den ebenfalls vom Suchmaschinenbetreiber stammenden Nachfolger Wallet übernommen wurden, gibt der Konzern nun das Ende von Google Checkout bekannt.

Dies geht aus einem Blogeintrag von Mark Thomas hervor, in welchem der Produktmanager von Google Wallet ankündigt, dass man sich bei Google in Sachen Zahlungssysteme künftig auf das neue Google Wallet Merchant Center konzentrieren möchte und infolgedessen das 2006 gestartete Online-Bezahlsystem Checkout zum 20. November 2013 einstellen wird.

Die meisten Anbieter von Google-Play-Apps sollen den Aussagen des Konzerns zufolge ohne nennenswerte Anpassungen auf Wallet Merchant Center umsteigen können, das ihnen laut Google unter anderem aktuellere und detailliertere Einnahmeberichte sowie eine „verbesserte Benutzeroberfläche für eine einfachere Kontenverwaltung“ als der Vorgänger bieten soll.

Anders sieht es für Händler aus, bei denen Kunden via Google Checkout physische Waren oder Dienstleistungen bezahlen können. Diesen Verkäufern legt der Suchmaschinenbetreiber bis zum 20. November einen Wechsel zu einem anderen, externen Bezahlsystem-Dienstleister nahe und nennt dabei die Anbieter wie Braintree, Shopify und Freshbooks, welche laut Google vergünstigte Angebote für Checkout-Migranten anbieten.

US-amerikanische Händler, die physische Waren oder Dienstleistungen verkaufen und bereits einen externen Dienstleister in Anspruch nehmen, können sich für Google Wallet Instant Buy anmelden, sodass Nutzer weiterhin Bestellungen und die darauf folgenden Bezahlungen über ihre Google-Wallet-Konto vornehmen können.

Entwickler, die Google Checkout für Benachrichtigungen und die Order-Reports-API nutzen, müssen auf neue Programmierschnittstellen umsteigen, die Google vor der Abschaltung von Checkout zur Verfügung stellen will. Wann diese jedoch genau zur Verfügung stehen werden, ist zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht bekannt.