Intel bringt SSD DC S3500 Series für Cloud-Server

Michael Günsch
16 Kommentare

Nach der im vergangenen November vorgestellten SSD DC S3700 bringt Intel nun eine weitere Enterprise-SSD-Serie heraus. Die Intel SSD DC S3500 kommt sowohl im 2,5- als auch 1,8-Zoll-Format und mit diversen Modellen daher. Als Einsatzgebiet sieht Intel die mehr und mehr gefragten Cloud-Server.

Die Serie besteht aus acht 2,5-Zoll-Modellen mit einer Bauhöhe von rund sieben Millimetern sowie vier 1,8-Zoll-Modellen mit fünf Millimetern Höhe. Die Mindest- und Maximalkapazität liegt jeweils bei 80 respektive 800 Gigabyte. Dabei kommt MLC-NAND-Flash aus eigenem Hause zum Einsatz, der mit einer Strukturbreite von 20 nm gefertigt wird. Als Schnittstelle dient SATA 6 Gbit/s. Zum Controller macht Intel keine konkreten Angaben, laut Hot Hardware kommt ein eigenes Modell mit Unterstützung für acht Speicherkanäle und AES-256-Verschlüsselung zum Einsatz, dem 256 oder 512 MB DDR3-1333 DRAM-Cache zur Seite stehen.

Intel SSD DC S3500
Intel SSD DC S3500
Intel SSD DC S3500 Series
Format 2,5 Zoll
Höhe 7 mm
Kapazität 80 GB 120 GB 160 GB 240 GB 300 GB 480 GB 600 GB 800 GB
NAND-Flash 20 nm MLC (Intel)
Schnittstelle SATA 6 Gbit/s
Random-Read
(4 KB, max. IOPS)
70.000 75.000
Random-Write
(4 KB, max. IOPS)
7.000 4.600 7.500 9.000 11.000 11.500
Seq. Lesen (MB/s) 340 445 475 500
Seq. Schreiben (MB/s) 100 135 175 260 315 410 450
Lebensdauer bis zu 450 Terabyte Written (TBW)
MTBF 2 Millionen Stunden
Leistungsaufnahme (typ.) Lesen: 1,3 W, Schreiben: 5,0 W, Idle: 0,65 W
alle Angaben laut Hersteller
Intel SSD DC S3500 Series
Format 1,8 Zoll
Höhe 5 mm
Kapazität 80 GB 240 GB 400 GB 800 GB
NAND-Flash 20 nm MLC (Intel)
Schnittstelle SATA 6 Gbit/s
Random-Read
(4 KB, max. IOPS)
70.000 75.000
Random-Write
(4 KB, max. IOPS)
7.000 7.500 11.000 15.500
Seq. Lesen (MB/s) 340 500
Seq. Schreiben (MB/s) 100 260 380 450
Lebensdauer bis zu 450 Terabyte Written (TBW)
MTBF 2 Millionen Stunden
Leistungsaufnahme (typ.) Lesen: 1,3 W, Schreiben: 5,0 W, Idle: 0,65 W
alle Angaben laut Hersteller

Während die Leistungswerte keine Überraschungen offenbaren, verspricht Intel mit bis zu 450 Terabyte Written eine hohe Langlebigkeit. Differenzierungen für einzelne Modelle werden allerdings nicht gemacht – erfahrungsgemäß bieten kleine Modelle mit entsprechend weniger Speicherchips hier deutlich geringere Werte.

Nicht nur in Sachen Leistung, sondern auch bei der Leistungsaufnahme sollen die SSDs gegenüber traditionellen HDDs punkten und diese in Datenzentren ersetzen. Das enorme Wachstum der Cloud-Angebote im Internet führe laut Intel zu einer entsprechenden Nachfrage nach immer mehr Kapazität und höherer Leistung. Diesen lukrativen Markt will man mit der SSD DC S3500 bedienen, bei welcher das „DC“ für „Data Center“ steht.

Schnellere Ladezeiten von Webseiten sowie insgesamt geringere Reaktionszeiten werden durch die geringen Zugriffszeiten von SSDs ermöglicht. Allerdings darf dabei nicht vergessen werden, dass in einer wichtigen Disziplin die HDDs weiterhin im Vorteil sind, nämlich beim Preis pro Gigabyte. Zur Einführung der neuen Intel-SSDs werden lediglich Händler-Preise von 115 US-Dollar für das 1,8-Zoll-Modell mit 80 GB sowie 979 US-Dollar für das 800-GB-Modell mit 2,5 Zoll genannt.