4/20 Intel „Haswell“-Prozessor für Desktop-PCs im Test : Enttäuschend gut.

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Architektur

Intels Tick-Tock-Modell sagt in den letzten Jahren ganz klar, wo es lang geht. Nach einem sogenannten Shrink, also der Verkleinerung der Fertigungstechnologie, folgt ein Jahr später eine neue Architektur, die exakt auf dieser Fertigung basiert. Bei Haswell ist dies die mit den Ivy Bridge eingeführte 22-nm-Fertigung, die im Laufe des letzten Jahres soweit optimiert wurde, dass jetzt nicht nur größere Desktop-CPUs sowie Notebook-Vertreter in den Genuss dieser Fertigung kommen, sondern auch kommende Atom-Prozessoren – Codename „Silvermont“.

Tick-Tock-Modell
Tick-Tock-Modell

Ein aufgemotzter Sandy Bridge

Auf dem Intel Developer Forum im September 2012 in San Francisco, dem IDF im April 2013 in Beijing und einem separaten Event für ausgewählte Pressevertreter im Intel-Hauptquartier in Santa Clara Anfang Mai hat Intel wiederholt klar gemacht, dass mit Haswell das Rad keinesfalls neu erfunden wird. Auch vor diesem Hintergrund klingt „neue Architektur“, die man den Haswell auf die Fahnen schreibt, nach zu viel des Guten. Denn unterm Strich ist es eine Architektur auf Basis des im Intel Development Center (IDC) in Haifa (Israel) entwickelten „Sandy Bridge“, nur eben an vielen Stellen weiter optimiert.

Zu diesen Optimierungen zählen in erster Linie mehr Ausführungseinheiten, ausgebaute Puffer-Speicher und neue Instruktionen, zu denen AVX2, FMA, TSX sowie BMI gehören. Hinter diesen Kürzeln stecken teilweise mächtige Erweiterungen des bestehenden Portfolios, die je nach Anwendungsgebiet massive Performancegewinne ermöglichen können. Doch wie üblich muss die Software speziell darauf optimiert sein, was bei AVX und FMA sicher noch funktionieren wird, bei BMI und TSX jedoch noch einen Deut schwerer ausfallen dürfte.

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