3/9 Intel „Haswell“-CPUs für Notebooks im Test : Fünf Modelle der 4. Generation

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Die Testkandidaten

Aufgrund des rPGA-Packages der M-Modelle konnten wir bereits einige Notebook-Prozessoren der neuen Generation auf Herz und Nieren testen. Hierfür stand uns ein Vorseriengerät von Schenker zur Verfügung, bei dem wir die Prozessoren selbst wechseln konnten. Da es sich um ein Vorseriengerät handelt, möchten wir auf das Notebook selbst an dieser Stelle nicht näher eingehen, sonder nur ein paar technische Daten umreißen. Die Basis des Notebooks bildet eine Platine mit Intels neuem HM87-Chipsatz. Als Festplatten kommen sowohl eine 256 GB mSATA SSD von Samsung als auch eine Seagate Momentus XT mit 750 GB und 8 GB SSD-Cache zum Einsatz. Als Arbeitsspeicher dienen 16 Gigabyte DDR3-1600 (2× 8GB). Neben der integrierten Grafik verfügt das Notebook auch über eine Nvidia GeForce GTX 770M, welche wir für die Vergleichstests der Prozessoren und der integrierten Grafik jedoch ausgebaut haben. Zusätzlich erhobene Werte mit GeForce GTX 770M in Kombination mit dem schnellsten Prozessor sind in den Diagrammen gesondert ausgewiesen.

Intel Core i7-4930MX

Das vorerst schnellste Modell der neuen Notebook-Prozessoren der Haswell-Generation stellt der Core i7-4930MX dar, der vier Kerne mit acht Threads bietet, mit 3,0 GHz taktet und einen L3-Cache von 8 MB aufweist. Unter Verwendung des Turbo-Modus taktet er bei Belastung eines Kerns mit bis zu 3,9 GHz, bei zwei Kernen mit bis zu 3,8 GHz und bei Nutzung aller vier Kerne noch mit bis zu 3,7 GHz. Als integrierte Grafik kommt die neue HD 4600 zum Einsatz, die mit Taktraten von 400 bis 1.350 MHz agieren kann. Als Modell der Extreme Edition verfügt der i7-4930MX über einen frei bestimmbaren Multiplikator bis maximal 80. Die TDP des i7-4930MX liegt bei 57 Watt. Als Preis nennt Intel 1096 US-Dollar bei der Abnahme von 1000 Stück.

CPU-Z Core i7-4930MX
CPU-Z Core i7-4930MX

Da der Core i7-4930MX einen freien Multiplikator bietet, haben wir diesen mit Intels Extreme Tuning Utility manuell eingestellt und übertaktet – eine entsprechende Option im BIOS bietet das Vorseriengerät von Schenker noch nicht. Der per Software veränderte Multiplikator bei Belastung eines Kerns wurde problemlos umgesetzt und die daraus resultierende höhere Taktrate in Tests auch erreicht. Bei Belastung eines Kerns konnte der Multiplikator so jedoch bei unserem Modell nur auf maximal 42 erhöht werden, was eine Einzelkern-Leistung von 1,81 in Cinebench 11.5 zur Folge hatte. Ein Multiplikator von 43 oder höher wurde sofort mit einem Bluescreen quittiert.

Per Multiplikator übertakteter Core i7-4930MX mit 4,2 GHz bei Belastung eines Kerns
Per Multiplikator übertakteter Core i7-4930MX mit 4,2 GHz bei Belastung eines Kerns

Eine Erhöhung des Multiplikators bei vier Kernen führte in den von uns durchgeführten Tests jedoch zu keiner gesteigerten Leistung, da der Prozessor auch bei Standardeinstellungen nicht den maximal möglichen Turbo-Takt erreichte, sondern bei voller Auslastung aller Kerne mit 3,4 GHz statt theoretisch maximal möglichen 3,7 GHz taktet. Ob dies auf den Prozessor, bei dem es sich um ein Engineering Sample handelt, oder das frühe BIOS des Notebooks zurückzuführen ist, kann derzeit nicht mit Sicherheit gesagt werden. Sollten im Handel verfügbare Notebooks den maximal möglichen Turbo-Takt erreichen, würde sich ihre Leistung entsprechend weiter verbessern. Dieses Verhalten führt unter anderem dazu, dass der theoretisch niedriger taktende Core i7-4800MQ dank in unseren Tests schnellerem Turbo im Cinebench 11.5 bei Belastung aller Kerne besser abschneidet als der i7-4930MX.

Intel Core i7-4900MQ

Direkt unter dem Core i7-4930MX steht derzeit der Core i7-4900MQ mit einer Taktrate von 2,8 GHz, die im Alltag jedoch dank Turbo immer überschritten wird. Der Turbo agiert dabei immer mindestens 100 MHz unterhalb der maximalen Frequenz des Core i7-4930MX, so dass die schnellste Taktfrequenz bei Belastung eines Kerns bei 3,8 GHz liegt, bei Belastung zweier Kerne bei 3,7 und bei Belastung aller vier Kerne bei 3,6 GHz. Die TDP des i7-4900MQ liegt 10 Watt unter der des Core i7-4930MX bei 47 Watt. Die HD 4600 taktet im Turbo minimal langsamer mit maximal 1.300 MHz. Die restlichen technischen Daten sind, mit Ausnahme eines festen Multiplikators, zwischen beiden Modellen identisch. Der Preis des Core i7-4900MQ liegt bei 568 US-Dollar.

CPU-Z Core i7-4900MQ
CPU-Z Core i7-4900MQ

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