News : Toshibas SSHDs werden schlanker

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Die Festplattenhersteller entgegnen der zunehmenden Verbreitung von SSDs mit den sogenannten Solid State Hybrid Drives (SSHDs) – Hybrid-Festplatten, die das hohe Volumen eines klassischen HDD-Speichers mit einem kleinen Anteil Flash-Speicher kombinieren. Toshiba stellt nun eine neue Generation von 2,5-Zoll-SSHDs vor.

Diese besteht (zunächst) aus den beiden Modellen MQ01ABF050H mit 500 GByte und MQ01ABF032H mit 320 GByte. Gegenüber den Vorgängern fallen sie dünner und leichter aus, die Bauhöhe beträgt lediglich 7 mm. Damit zieht der japanische Hersteller in dieser Disziplin mit Seagate gleich, während Western Digital bereits 2,5-Zoll-SSHDs und HDDs mit nur 5 mm Höhe angekündigt hat. Insbesondere kompakte (Mobil-)Geräte sollen mit diesen Produkten bedient werden.

Das Innenleben der neuen Toshiba-SSHDs besteht jeweils aus einer einzelnen Magnetscheibe (Platter), welche mit 5.400 U/min rotiert. Für die Beschleunigung von Anwendungen sorgt der zusätzlich verbaute 8 GByte fassende SLC-NAND-Flash. Der HDD-Pufferspeicher (Cache) beträgt wiederum 32 MByte. Als Schnittstelle dient SATA in der Version 3.0 mit bis zu 6 Gbit/s. Die Lautstärke gibt der Hersteller mit durchschnittlich 19 dB im Leerlauf und 21 dB im aktiven Betrieb an, was für eine HDD zwar leise wäre, gegen eine lautlose SSD aber chancenlos ist.

Toshiba SSHD (MQ01ABF)
Toshiba SSHD (MQ01ABF)
Toshiba SSHD (MQ01ABF)
Toshiba SSHD (MQ01ABF)

Zur Leistung nennt Toshiba lediglich einen Wert von „über 20.000 Punkten“ im PCMark Vantage, wobei der Flash-Speicher den größten Beitrag zu diesem Resultat leisten dürfte. Zumindest Seagates drei Jahre alte Momentus XT mit 4 GB NAND-Flash wird damit deutlich übertroffen, waschechte SSDs erreichen hier aber oftmals doppelt so hohe oder noch bessere Ergebnisse.

Dennoch bieten SSHDs dank des zusätzlichen Flash-Speichers einen spürbaren Vorteil gegenüber HDDs: Häufig genutzte Anwendungen und der Start des Betriebssystems werden deutlich beschleunigt. Hier greifen Algorithmen, mit welchen die SSHD „lernt“, welche Daten häufig genutzt werden und entsprechend im schnellen Flash-Speicher statt dem langsamen Magnetspeicher abgelegt werden. Seltener genutzte Daten werden wiederum auf der HDD gespeichert. Dieses Verhalten wird aber durch den vergleichsweise geringen Speicherplatz des NAND-Flash-Chips begrenzt.

Wann und zu welchen Preisen die neuen SSHDs von Toshiba auf den Markt kommen, lässt der Hersteller allerdings offen. Denkbar ist daher, dass diese für den OEM-Sektor bestimmt sind.