Asus MeMO Pad HD 7 im Test: Das 7-Zoll-HD-Tablet für 149 Euro 2/6

Sasan Abdi 61 Kommentare

MeMO Pad HD 7 im Überblick

Design & Verarbeitung

Man darf sich keine falschen Vorstellungen machen: Ein Ladenpreis von 149 Euro ist auch bei einem erprobten Tablet-Hersteller wie Asus immer mit Abstrichen erkauft. Die entscheidende Frage lautet bei der Betrachtung eines solchen Gerätes deswegen nicht, ob Abstriche vorhanden sind, sondern wie genau sie sich gestalten – und inwiefern sie verkraftbar sind.

Vor diesem Hintergrund war schon bei der Ankündigung des HD 7 absehbar, dass Asus für sein neuestes MeMO Pad keine ausgefallenen Materialien und wie auch immer geartetes Design-Schnickschnack verwenden würde. Stattdessen präsentiert sich das Gerät wie erwartet: Im Kunststoff-Gewand und mit Standard-Design.

Letzteres will heißen, dass das HD 7 in den Grundzügen durchaus an den erfolgreichen Bruder, das Nexus 7, erinnert. Dementsprechend hat man es mit Formen zu tun, die ziemlich nüchtern, zugleich aber auch solide wirken – ein nahezu generisches Äußeres für 7-Zoll-Tablets, sozusagen.

Diese Eigenschaft geht aber mit Blick auf das Preisgefüge voll in Ordnung. Gleiches gilt auch für die Verarbeitung, bei der sich die Verantwortlichen keine groben Schnitzer leisten: Buchsen sind sauber ausgefräst, Spaltmaße fallen vertretbar aus, wobei das HD 7 angenehm kompakt wirkt. Einzig für den völlig ungeschützten aber dafür direkt zugänglichen microSD-Kartenschacht an der linken Seite hätten wir uns eine separate Abdeckung gewünscht.

Asus MeMO Pad HD 7 - microSD-Kartenslot
Asus MeMO Pad HD 7 - microSD-Kartenslot

Eingeschränkt wird der kompakte Eindruck durch die Kunststoffschale. Hier verzichten die Produktentwickler nicht nur auf die vom Nexus 7 bekannte Strukturierung, sondern setzen zudem auf Klavierlackoptik. Die Folge ist, dass der Testkandidat etwas filigraner, vor allem aber auch anfälliger für Kratzer wirkt.

Während die Kratzergefahr in unserem zweiwöchigen Testzeitraum glücklicherweise nur von theoretischer Natur war, ließ sich eine andere bekannte Eigenschaft von Klavierlack-Oberflächen definitiv feststellen: Das HD 7 will von peniblen Zeitgenossen täglich geputzt werden, denn sowohl auf der Rück- wie auch auf der Vorderseite wird man ständig mit Fingerabdrücken, Fett und Staubpartikeln konfrontiert.

Die Vorderseite wird natürlich vom Display dominiert, das wiederum von einem Klavierlackrahmen umschlossen ist. Dieser beherbergt zentral im oberen Teil die Frontkamera und im unteren Teil ein Asus-Logo. Will heißen: Physische Knöpfe finden hier keine Verwendung, die Bedienung wird über Onscreen-Elemente realisiert.

Asus MeMO Pad HD 7 – Knöpfe
Asus MeMO Pad HD 7 – Knöpfe

Auf der in Blau, Grün, Weiß oder Pink erhältlichen Rückseite prangt ein weiteres, in diesem Fall eingraviertes Asus-Logo. Zentrale Elemente sind hier außerdem der im unteren Teil platzierte großzügige Lautsprecherschlitz sowie die im oberen Teil mittig platzierte Kameralinse. Diese wird durch die minimal hochgezogene Schale geschützt, sorgt allerdings durch ein leichtes Hervorstehen dafür, dass das HD 7 auf dem Bauch liegend bei der Eingabe ein wenig kippelt.

Erwähnenswert ist schließlich auch, dass das HD 7 trotz nahezu identischer Maße von 196,8 x 120.6 x 10,8 Millimetern etwas klobiger wirkt als das Nexus 7. Und das obwohl es mit 302 Gramm sogar 40 Gramm leichter ist. Unsere Eindruck ist, dass dieser Eindruck von der glatten, leicht abgerundeten Schale herrührt.

Dieser „Effekt“ führt zudem zu einer gewöhnungsbedürftigen Handhabung der über einen akzeptablen Druckpunkt verfügenden Knöpfe: Sowohl die Powertaste als auch die Lautstärkenwippe sind nicht etwa seitlich angebracht, sondern liegen auf der sanft auslaufenden Schale – Geschmackssache.

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