News : Samsung lagert Smartphone-Fertigung aus

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Wie örtliche Medien berichten, wird der südkoreanische Elektronikriese Samsung einen Teil der Smartphone-Produktion auslagern. Der chinesische Auftragsfertiger BYD Electronic soll künftig die Herstellung des Modells Galaxy S4 mini übernehmen, heißt es.

Wie die chinesische Global Times schreibt, will BYD den Fokus künftig verstärkt auf das OEM- respektive ODM-Geschäft mit Smartphones legen, da Profite in anderen Segmenten gering ausfallen. Dabei beruft sich die Tageszeitung auf einen Bericht von Beijing Business Today. Durch die Konzentration auf das lukrative Smartphone-Geschäft erhoffe sich der Konzern kräftiges Umsatzwachstum.

BYD Electronic, die 2007 gegründete Tochter des in der Akku- und Automobil-Branche tätigen Mutterkonzerns BYD Company, besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der Fertigung von Mobiltelefonen und dazugehörigen Komponenten. Zu den Kunden des Auftragsfertigers gehören beispielsweise auch HTC, Huawei und Nokia. Gefertigt werden in den Werken des chinesischen Konzerns laut Global Times zum Beispiel die aktuellen Smartphones HTC One, Huawei Ascend P6 und Nokia Lumia 1020. Anfang 2012 wurde zudem bekannt, dass BYD einen Zuliefervertrag mit Apple geschlossen hat, der unter anderem die Belieferung mit Komponenten für das iPhone beinhaltet.

Auch Samsung gehört bereits seit längerem zum Kundenstamm von BYD und lässt dort Feature Phones zusammenbauen. BYD steht bei der Fertigung von „Handheld-Devices“ in Konkurrenz zu Foxconn, dem größten Elektronik-Auftragsfertiger, der bereits diverse Aufträge an BYD abtreten musste und wegen schlechten Arbeitsbedingungen in der Kritik stand.

Laut der koreanischen Webseite etnews.com verspricht sich Samsung von dem weiteren Outsourcing höhere Produktionskapazitäten, ohne dafür in eigene Fabriken investieren zu müssen. Dieser Trend ist in der Elektronik- und Halbleiterbranche allgegenwärtig. Die Vorteile auf Seiten der Kosten gehen allerdings mit dem Nachteil einher, dass die Produktion nicht mehr in eigener Hand erfolgt und eine Qualitätssicherung entsprechend schwieriger wird.