News : E-Book-Verwaltung Calibre 1.0 mit vielen Neuerungen

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Calibre ist freie Software, dient der Verarbeitung und Verwaltung von E-Book-Daten für Linux, Mac OS X und Windows und steht jeweils in 32- sowie 64-Bit zur Verfügung. Obwohl das Programm von vielen Nutzern schon lange eingesetzt wird, erscheint erst jetzt die stabile Versionsnummer 1.0.

Calibre verwaltet Bücher, überträgt sie auf unterschiedliche Lesegeräte wie E-Book-Reader oder Tablets und wandelt sie gleichzeitig ins passende Format um, wobei es eine große Anzahl an Formaten unterstützt. Die Software, die seit 2006 entwickelt wird und unter der GNU GPLv3-Lizenz steht, bringt in Version 1.0 viele neue Funktionen mit. Die wichtigste Änderung unter der Haube ist die komplette Neuentwicklung des Datenbank-Backends. Der optimierte Code läuft laut Entwickler Kovid Goyal nun zwei- bis dreimal so schnell, was Besitzern großer virtueller Bibliotheken zugute kommt. Die neu geschriebene PDF-Output-Engine sorgt unter anderem für eine korrekte Seitennummerierung, das Einfügen von Kopf- und Fußnoten mit Templates und die automatische Erstellung ausdruckbarer Inhaltsverzeichnisse.

Zu den optischen Highlights von Calibre 1.0 zählt das neue Cover-Raster. Es stellt die E-Book-Cover in einer konfigurierbaren Übersicht dar. Der Nutzer kann dabei bestimmen, wie groß die Vorschaubilder dargestellt werden, zusätzlich den Buchtitel unter den Umschlägen einblenden, den Abstand zwischen den Darstellungen einstellen sowie die Hintergrundfarbe auswählen.

Calibre Rasterdarstellung
Calibre Rasterdarstellung
Calibre Rasterdarstellung
Calibre Rasterdarstellung (Bild: Calibre)

Eine weitere Neuerung sind virtuelle Bibliotheken. Hiermit lässt sich der Bestand an E-Books in kleinere Bücherberge nach Autoren oder Themen beliebig unterteilen, die dann mit Reitern dargestellt werden. So können einzelne Bücher auch in verschiedenen virtuellen Büchereien eingebunden oder neue, noch zu bearbeitende Buchbestände separat gehalten werden.

Inhaltsverzeichnisse können mit einem neuen Werkzeug in Calibre 1.0 vielfältig editiert werden. So kann der Nutzer unter anderem die Reihenfolge der Einträge ändern, den Text editieren und die Zuordnung von Einträgen zu Textstellen ändern.

Calibre 1.0 bringt ferner neue Quellen für Metadaten mit, so beispielsweise zum Auffinden von Buchumschlägen. So können auch die Google-Bildersuche Amazon und Edelweiss eingebunden und passende Cover ausgewählt werden. Ebenfalls neu ist die Konvertierung von Microsoft-Word-Dokumenten im DOCX-Format, inklusive Listen, Tabellen, Bildern, Textformatierungen, Fußnoten, Endnoten und Initialen in die unterstützten E-Book-Formate. Die neue Version bietet innerhalb der Konvertierungs-Engine außerdem Schrifteinbettung, indem es auf dem Rechner nach in einem Dokument referenzierten TrueType- und OpenType-Schriften sucht und diese im umzuwandelnden Dokument einbettet. Zudem kann die Konvertierungs-Engine auch Fonts von im Dokument nicht vorkommenden Zeichen befreien, was zu einem reduzierten Speicherbedarf der Dokumente führt.

Nicht zuletzt sei noch ein neues Werkzeug erwähnt, das sich „Polish Books“ nennt und das automatisch referenzierte Schriften in E-Books einbetten, Metadaten aktualisieren oder Buchcover bearbeiten kann. Diese Tool steht allerdings nur für die E-Book-Formate EPUB und AZW3 zur Verfügung. Der gesamte Funktionsumfang von Calibre 1.0 kann auf der Projekt-Webseite eingesehen werden.

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