News : Mehr Umsatz und weniger Jugendliche bei Facebook

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Facebook hat für das 3. Quartal des Fiskaljahres 2013 deutliche Anstiege bei Umsatz und Gewinn vermelden können und auch die Anzahl der monatlichen und täglichen Nutzer stieg erneut. Für negative Schlagzeilen sorgt hingegen das sinkende Interesse der amerikanischen Jugend an der Plattform.

Mit 2,0 Milliarden US-Dollar Umsatz konnte der Konzern die Einnahmen gegenüber dem Vorjahresquartal um 60 Prozent steigern, der Gewinn fiel mit 425 Millionen US-Dollar (US-GAAP) deutlich positiv aus. Im vergangenen Jahr hatte Facebook noch einen Verlust von 59 Millionen US-Dollar verbuchen müssen. Rein auf das operative Geschäft bezogen legte der Gewinn von 377 Millionen US-Dollar auf 736 Millionen US-Dollar zu.

1,8 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielte Facebook mit Werbeeinnahmen, 218 Millionen US-Dollar mit Gebühren. Diese erhebt der Konzern im zunehmenden Maße für das Bewerben von Statusmeldungen in den Newsfeeds von Nutzern. Bei den Werbeeinnahmen konnte der Konzern in Summe um 66 Prozent zulegen, unterproportional legten Werbeeinnahmen auf der mobilen Plattform zu. Hier beträgt das Wachstum 43 Prozent.

Die Anzahl der durchschnittlichen täglichen und monatlichen mobilen Nutzer wuchs hingegen deutlich stärker als auf der klassischen Desktop-PC-Ansicht. Mittlerweile nutzen 874 Millionen Personen Facebook durchschnittlich pro Monat mobil (+45 Prozent), stationär sind es 1,19 Milliarden (+18 Prozent).

Für Befürchtungen, Facebook könne den Zenit bei der Popularität überschritten haben, sorgte im Anschluss an die Bekanntgabe der Quartalszahlen die Bestätigung, dass die Nutzung der Plattform unter den Jugendlichen in den USA rückläufig sei. Die durchschnittliche tägliche Anzahl an Nutzern sei in dieser Altersgruppe rückläufig, so CFO David Ebersman.

Erst kürzlich hatte Facebook öffentliche Beiträge auch für die Altersgruppe der 13- bis 17-Jährigen freigegeben. Möglicherweise, um diesem Trend entgegen zu wirken.

Kurz nach Bekanntgabe legte die Facebook-Aktie um 15 Prozent zu, büßte diesen Zugewinn allerdings kurz darauf wieder ein. Aktuell liegt die Aktie rund ein Prozent unter Vortag.