8/11 AMD Radeon R9 290 im Test : Schnell, günstig und viel zu laut.

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Sondertests Kühlsystem

Damit der Turbotakt von 947 MHz auf der R9 290 erreicht wird, darf die Grafikkarte weder das Verbrauchs- (unbekannt) noch das Temperaturziel (95 °C) überschreiten. Gleichzeitig darf der Lüfter die eingestellte Maximaldrehzahl nicht reißen. Wird eine dieser Einschränkungen überschritten, taktet die Grafikkarte so lange niedriger, bis die Vorgaben wieder eingehalten werden. Das Kühlsystem ist für die nutzbare Taktrate von höchster Priorität.

Maximale Taktraten

Wir stellen die erzielbaren Taktraten bei maximal 47 Prozent (Werkseinstellungen mit Catalyst 13.11 Beta 8), einem fiktiven „Uber“-Modus mit 55 Prozent, bei maximal 40 Prozent (Werkseinstellungen mit Catalyst 13.11 Beta 5) sowie unter Einsatz des alternativen Kühlers Arctic Accelero Xtreme III gegenüber.

Wir setzen unser geschlossenes Testsystem mit zwei sich langsam drehenden Lüftern ein, um ein realitätsnahes Szenario zu simulieren. Für den Test heizen wir die Grafikkarte vor jeder Messung 15 Minuten lang auf. Ein noch längeres Aufheizen brachte keine Unterschiede mehr. Alle tatsächlichen Taktraten wurden in den Spielen in einer Auflösung von 2.560 × 1.600 mit 4×AA und 16×AF ermittelt.

Referenz Kühlsystem Accelero Xtreme III
max. 47 % max. 55 % max. 40 % bei 7 und 12 Volt
Battlefield 3 770-900 MHz 947 MHz 662 MHz 947 MHz
Bioshok: Infinite 690-841 MHz 900-936 MHz 662 MHz 947 MHz
Crysis 3 740-872 MHz 901-947 MHz 662 MHz 947 MHz
Far Cry 3 701-857 MHz 890-932 MHz 662 MHz 947 MHz
Grid 2 862-919 MHz 947 MHz 662 MHz 947 MHz
Metro Last Light 749-874 MHz 927-947 MHz 662 MHz 947 MHz
Project Cars 871-904 MHz 947 MHz 662 MHz 947 MHz

Betrachtet man die Taktraten bei der Standard-Einstellung mit maximaler Lüfterdrehzahl von 47 Prozent, zeigt sich, dass die AMD Radeon R9 290 selbst mit diesem von AMD kurz vor der Markteinführung erhöhten Limit in das Temperaturlimit von 95 °C rennt und die Taktraten senkt.

Schuld daran ist die auf der R9 290 gegenüber der R9 290X erhöhte GPU-Spannung, die zu einer deutlich erhöhten Abwärme führt. Keines der von uns getesteten Spiele taktet mit maximalem Boost-Takt. Je nach Anforderung fallen die tatsächlichen Taktraten dabei erneut sehr unterschiedlich aus und variieren auch im Spiel durch schnelle, ständige Sprünge stark.

Selbst mit einem Lüfterlimit von 55 Prozent, das dem Uber-BIOS der R9 290X entspricht, taktet die R9 290 nur in drei der getesteten Spiele mit maximalem Turbotakt. In den anderen Spielen muss dieser aufgrund einer zu hohen Temperatur reduziert werden. Die R9 290X schafft in diesem Modus die 1.000 MHz trotz Vollausbau in jedem Spiel.

Wählt man lediglich ein Lüfterlimit von 40 Prozent, mit dem die R9 290 wie die R9 290X ursprünglich auf den Markt kommen sollte, wird der Takt dramatisch auf konstante 662 MHz reduziert, da die R9 290 bei dieser Einstellung immer innerhalb kürzester Zeit am Temperaturlimit liegt. Der Takt von 662 MHz scheint so etwas wie der bisher nicht offiziell verkündete Basistakt der Karte zu sein.

Kommt anstatt des Referenzkühlers der Accelero Xtreme III von Arctic zum Einsatz, hält erreicht die Grafikkarte in jedem Spiel den Maximaltakt – ganz gleich, ob der Lüfter mit 7 oder mit 12 Volt betrieben wird.

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