4/6 HTC One max im Test : Auf klein folgt groß

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Performance & Oberfläche

Die Veränderungen am One max beschränken sich in weiten Teilen auf die Größe des Smartphones, denn mit Blick auf das Datenblatt fällt auf, dass HTC als Prozessor weiterhin den mit dem im Februar vorgestellten One eingeführten Qualcomm Snapdragon 600 verbaut. Wer auf das Flaggschiff Snapdragon 800 gehofft hatte, wird mit dem One max nicht das passende Gerät in Händen halten.

HTC One max
HTC One max

Qualcomms aktuelles Topmodell setzt auf vier Krait-400-Kerne und taktet mit bis zu 2,3 GHz. Der Snapdragon 600 kommt mit seinen vier Krait-300-Kernen auf maximal 1,7 GHz. Auch die Grafikeinheit Adreno ist beim 800er schneller, zudem fällt die Speicheranbindung großzügiger aus. Folgerichtig landet das One max in den Benchmarks ziemlich genau dort, wo wir es erwarten haben: Hinter dem Snapdragon 800, vor dem älteren S4 Pro. Dies ist unabhängig von CPU- oder GPU-Benchmarks der Fall. Auffällig ist aber, dass das One max mit Android 4.3 besser abschneidet als das One mit Android 4.1. Von dem Update profitieren also auch One-Käufer.

Gegen die neueren SoCs ist das One max aber nur in den Benchmarks chancenlos. Denn bei Bedienung des Smartphones ist nichts vom vermeintlichen Leistungsnachteil zu spüren. Android 4.3 im Zusammenspiel mit Sense 5.5 lässt sich frei von Rucklern bedienen und weiß zudem durch seine Optik zu gefallen. Im Gegensatz zu den Android-Oberflächen von Samsung oder LG bietet auch das neue Sense 5.5 weniger Funktionen. Dies ist in unseren Augen aber eine positive Eigenschaft von Sense 5.5. Denn anstatt den Anwender mit unzähligen Funktionen zu überschütten, beschränkt sich HTC bewusst auf das Wesentliche. Sense 5.5 erlaubt es zum Beispiel, die mit Android 4.2 eingeführten Schnelleinstellungen zu erweitern und in der Reihenfolge zu verändern. HTC schafft kein komplett neues Panel mit 20 und mehr bunten Schaltern.

HTC geht sogar noch einen Schritt weiter und erlaubt es dem Anwender, den mit Sense 5 eingeführten Startbildschirm und Feedreader BlinkFeed, der eigentlich eine Kernkomponente und Markenzeichen von Sense 5 ist, komplett zu deaktivieren und das Betriebssystem so näher an Standard-Android zu bringen. Eine leicht überarbeitete Tastatur mit neuen Emoticons hat HTC dem One max ebenfalls spendiert. Seit Google die Standard-Tastatur über den Play Store verfügbar gemacht hat, gibt es aber kaum noch Gründe, diese Tastatur nicht zu verwenden. Denn wie viele alternative Tastaturen fühlt sich auch die Sense-Version mit zahlreichen Doppelbelegungen leicht überladen an.

Insgesamt gesehen ist Sense 5.5 aber alles andere als überladen, was wir als entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Oberflächen sehen. Denn wo ein Samsung Galaxy S4 trotz potenter Hardware kleine Ruckler produziert, führt das One max geschmeidig zum Ziel. In Summe ist das Gesamtpaket trotz nicht allerneuester Hardware ein sehr gutes.

Fingerabdruck-Sensor

Abseits von Sense 5.5 wollen wir den Fingerabdruck-Sensor und die dazugehörigen Funktionen beschreiben. Gleich vorneweg muss gesagt werden, dass HTC die Art Sensor verwendet, die seit dem iPhone 5S der Vergangenheit angehören sollte. Anstatt den Finger einfach in jeglicher Orientierung aufzulegen, muss er – wie seit Jahren üblich und zugleich nervtötend – über den Sensor gezogen werden. Für die Einrichtung muss der Finger vier Mal über den Sensor, der auf der Rückseite unter der Kamera liegt, gezogen werden, bis zu drei Finger können hinterlegt werden. Per Finger lässt sich anschließend das Gerät entsperren oder eine zugewiesene App starten. Im Play Store kann damit nicht eingekauft werden.

Das Fazit fällt wenig rosig aus, denn der Sensor wollte im Alltag nicht immer mit dem ersten Versuch funktionieren. Des Öfteren musste das Telefon manuell per Passwort entriegelt werden, da der Sensor nach mehreren Fehlversuchen keine weitere Eingabe erlaubt. Auch auf dem iPhone 5S ist der Sensor zwar kein Argument für absolute Sicherheit, aber der Anwender kann mit diesem immerhin mehr Komfort genießen. Auf dem One max ist das Gegenteil der Fall, sodass wir von der Nutzung abraten müssen.

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