4/6 Huawei Ascend G525 im Test : Dual-SIM und 4,5 Zoll für 160 Euro

, 48 Kommentare

Performance & Oberfläche

Huawei setzt auf die Android-Version 4.1.2 „Jelly Bean“ und damit auf ein etwa veraltetes Betriebssystem, wohingegen die Nachfolger 4.2 sowie 4.3 bereits seit einiger Zeit auf dem Markt sind und mittlerweile sogar Android 4.4 „KitKat“ vorgestellt wurde.

Wer in jüngster Vergangenheit ein Smartphone mit Android aus dem Hause Huawei bedient hat, wird sich ohne nötige Umstellung schnell an das Ascend G525 gewöhnen. Der Hersteller stülpt in gewohnter Manier die eigene Oberfläche Emotion UI über das von Google stammende Betriebssystem. Neben umfassenden und tiefgreifenden Änderungen an der Optik ist der größte Unterschied – zu praktisch jedem anderen Android-Gerät – schnell ausgemacht: Der Hersteller verzichtet bei seiner eigenen Oberfläche auf einen App-Launcher. Anstelle dieses zentralen Sammelpunktes für alle Apps, verteilen sich diese über die verschiedenen Homescreens. Das Konzept erinnert dabei stark an Apples iOS.

Besonderen Wert legt Huawei auf die individuelle Anpassung durch den Nutzer. Neben der verhältnismäßig großen Freiheit von Android in puncto Apps und Widgets bietet der chinesische Hersteller dem Nutzer obendrein die Funktion, aus einer Vielzahl an verschiedenen Designs zu wählen. Des Weiteren kann der Nutzer aus den vier verschiedenen Profilen „Normal“, „Ruhezustand“, „Meeting“ und „Outdoor“ wählen und zusätzlich eigene Profile erstellen, über welche sich Einstellungen für Lautstärke, Klingelton, Bildschirmhelligkeit und drahtlose Kommunikation festlegen lassen. Huawei erweitert den Funktionsumfang von Android so um nützliche Funktionen und zusätzliche „Freiheiten“.

Unter der Haube steckt ein Qualcomm Snapdragon S4 Play in der Variante mit vier Kernen und einer Taktrate von 1,2 Gigahertz, der auf einen Gigabyte RAM zurückgreifen kann. Für ausreichend Grafikleistung soll die Adreno 203 reichen. Trotz seiner vier Kerne ist der Qualcomm-Prozessor allerdings kein Leistungswunder. Bei dem von Huawei verbauten Modell handelt es sich um eine noch in 45 nm gefertigte Variante für günstige Geräte. Gleiches trifft auch auf die GPU zu, die im Alltag zwar ausreichend stark ist, um Android und gängige Anwendungen zu meistern, für aufwendige 3D-Spiele ist sie hingegen nicht ausgelegt. Dies zeigt sich auch in unseren synthetischen Benchmarks, in denen das Ascend G525 im unteren Feld landet.

Doch auch im Alltag macht sich die geringe Leistung zum Teil bemerkbar. Die Navigation auf den Startbildschirmen gelingt flüssig, Webseiten laden schnell und Apps starten in aller Regel zügig. Bei umfangreicheren Apps betragen die Ladezeiten aber teils mehrere Sekunden. Der Wechsel zwischen bereits geöffneten Anwendungen gelingt durch den ausreichend großen Arbeitsspeicher wieder relativ zügig. Negativ aufgefallen ist uns allerdings, dass das Ascend G525 bei Multitasking oft die gesamte Oberfläche samt Widgets neu lädt, sobald per Home-Button auf den Startbildschirm zurückkehrt wird. An dieser Stelle stieß das Gerät im gesamten Testzeitraum regelmäßig an seine Grenzen.

Für Nutzer, die ihr Smartphone nur wenig zum Spielen, sondern mehr für soziale Netzwerke oder den Browser nutzen, reicht die Leistung vollkommen aus. Soll das Smartphone allerdings auch oft umfangreicher beansprucht werden, ist der Gang zu einem Smartphone mit potenterem SoC ratsam.

Auf der nächsten Seite: Kamera & Multimedia