2/5 Kindle Paperwhite 2 im Test : Gute Technik im goldenen Käfig

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Im Alltag

Erster Eindruck

Gegenüber dem Vorgängermodell hat Amazon beim Paperwhite 2 äußerlich kaum etwas geändert. So präsentiert sich der neue Vertreter der Kindle-Reihe auch dieses Mal in einem neutralen Schwarz, anderweitige Farbakzente sind nicht vorhanden. Während die Front in einem glatten Kunststoff gehalten ist, gehen die Seiten nach wie vor in eine gummierte Rückseite über, mit welcher der Reader sehr gut in der Hand liegt. Über die Herkunft gibt lediglich der silberne „Kindle“-Aufdruck unter dem Display sowie das prominenter in Szene gesetzte Amazon-Logo auf der Rückseite Auskunft. Die Spaltmaße sind einheitlich und schmal, es treten keine Verbiegungen oder Knarzgeräusche auf, womit wir auch dem Paperwhite 2 eine sehr gute und stabile Verarbeitung attestieren können.

Amazon Kindle Paperwhite 2
Amazon Kindle Paperwhite 2

Der USB-Anschluss findet sich genauso wie der Ein-/Ausschalter, welche beide sehr stabil wirken, auf der Geräteunterseite. Ein separater Knopf für die Beleuchtung ist nicht vorhanden, auch sonst besitzt der neue Kindle keinerlei Schaltflächen zur Bedienung. Beim Zubehör gibt sich Amazon spartanisch: weder ein Ladegerät noch eine Hülle liegt dem Kindle Paperwhite 2 bei, lediglich über ein Micro-USB-Kabel braucht sich der Käufer keine Gedanken zu machen.

Mit 206 Gramm konnte Amazon das Gewicht des Paperwhite 2 zwar reduzieren, dieser darf dennoch weiterhin als Schwergewicht unter den E-Book-Readern bezeichnet werden.

Amazon Kindle Paperwhite 2
Amazon Kindle Paperwhite 2

Angemerkt sei zudem, dass der Paperwhite 2 ebenfalls in einer 3G-Variante erhältlich ist. Diese erlaubt über das eingebaute Modem den mobilen Zugriff auf den integrierten E-Book-Shop und die Kindle-Cloud, ohne zusätzliche SIM-Karte und Kosten. Der 3G-Zugang steht dank vieler Amazon-Partner in bereits über 100 Ländern zur Verfügung (Vodafone in Deutschland), das Surfen über den systemeigenen Browser ist jedoch nur mit einer WLAN-Verbindung möglich.

Eine stabile Hülle für den Paperwhite 2 ist optional erhältlich, welche den Reader beim Schließen sofort in den Ruhezustand versetzt. Nach dem Öffnen wird die Beleuchtung aktiviert und der Nutzer kann direkt weiterlesen.

Die Einrichtung

Nach dem ersten Einschalten begrüßt der Paperwhite 2 seinen neuen Besitzer mit der Sprachauswahl. Ist diese ausgewählt, gönnt sich der E-Book-Reader ein paar Momente der Stille, um den Nutzer anschließend mit der Wahl der WLAN-Verbindung weiter durch den Einrichtungsvorgang zu begleiten. An dieser Stelle wird bereits die verbesserte Qualität des integrierten Touchscreen deutlich, dieser reagiert schnell und genau. Ebenso lässt sich jedoch die erste negative Erfahrung mit dem neuen Paperwhite machen: Während normalerweise bei der Passworteingabe höchstens das zuletzt eingegebene Zeichen ersichtlich ist und die Anzeige des Passwortes explizit gewählt werden muss, verhält sich der Kindle genau entgegengesetzt. So kann das Kennwort nur bedingt vor neugierigen Blicken geschützt werden.

Amazon Kindle Paperwhite 2
Amazon Kindle Paperwhite 2

Nach der Online-Verbindung müssen entweder Zugangsdaten für ein bestehendes Amazon-Konto eingegeben oder ein neues Konto eingerichtet werden. Auch hier zeigt sich wieder ein von uns immer wieder angebrachter Kritikpunkt: Zwar dürfte es durchaus bekannt sein, dass Amazon mit seiner Reader-Serie vor allem den Absatz von E-Books im eigenen Verkaufsportal ankurbelt und dass zur vollen Nutzung des Readers ein Amazon-Konto zwingend notwendig ist, letzten Endes werden die hochwertigen Geräte dadurch refinanziert. Trotzdem treten immer wieder Fragen von Käufern auf, die sich darüber nicht im Klaren sind. Da Amazons Lesegeräte nicht nur auf der eigenen Plattform, sondern auch in anderen Shops und Geschäften verkauft werden, sollte der potenzielle Käufer hierüber im Vorfeld besser aufgeklärt werden. Wie jedoch auch bei anderen Herstellern sind solche Hinweise auf der Verpackung oftmals nicht angegeben. Dies muss sich endlich ändern.

Ist auch dieser Punkt bewältigt, erhält der Nutzer eine kurze Einführung über die Verwendung des Gerätes, welche die ersten Fragen bezüglich der Navigation beantwortet. Anschließend können die ersten Inhalte übertragen werden.

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