4/5 Samsung Galaxy Note 3 im Test : Großes Display, Stift & zu viele Funktionen

, 150 Kommentare

Kamera

Wie schon für das Galaxy S4 setzt Samsung auch für das Galaxy Note 3 auf einen 13-Megapixel-Sensor. Bis auf wenige Situationen macht die Kamera des Note 3 eine gute Figur. Aufgrund der hohen Auflösung gehen auf den Aufnahmen kaum Details verloren. Selbst nach dem Ausschneiden eines gewissen Bildbereiches und der Darstellung in nativer Auflösung zeigen die Bilder auch im Hintergrund viele Informationen. Im Vergleich zu Google Nexus 5 und Nexus 4 fängt das Note 3 Farben besser ein und stellt diese lebendiger dar. Der gute Kontrast, die sehr kurze Auslösezeit und der flotte Autofokus runden das Paket ab. Nicht sonderlich gut schneidet das Note 3 unter schlechten Lichtbedingungen ab. Hier macht sich im Vergleich zum Nexus 5 ein deutlich sichtbares Rauschen breit.

Samsung Galaxy Note 3
Samsung Galaxy Note 3
Google Nexus 5
Google Nexus 5
Google Nexus 4
Google Nexus 4
Samsung Galaxy Note 3
Samsung Galaxy Note 3
Google Nexus 5
Google Nexus 5
Google Nexus 4
Google Nexus 4
Samsung Galaxy Note 3 – HDR
Samsung Galaxy Note 3 – HDR
Google Nexus 5 – HDR+
Google Nexus 5 – HDR+
Google Nexus 4 – HDR
Google Nexus 4 – HDR
Weitere 42 Vergleichsbilder ausklappen

Die Videofunktion des Galaxy Note 3 hat etwas Besonderes in petto, denn neben der mittlerweile etablierten Full-HD-Auflösung beherrscht diese auch Ultra HD mit 3.840 × 2.160 Bildpunkten, was der vierfachen Menge an Pixeln gleichkommt. Wir haben uns das Video auf einem 4K-Monitor in nativer Auflösung angesehen und kommen zu dem Schluss, dass Handy-Videos noch nie schärfer aussahen. Alternativ nimmt das Galaxy Note 3 auch mit Full-HD-Auflösung auf, was dann auch wieder den Dual-Video-Modus für die gleichzeitige Aufnahme mit der vorderen Kamera erlaubt. Mit der niedrigeren Auflösung steigt aber nicht die Anzahl der Bilder pro Sekunde. Unter Ultra HD und Full HD kommt das Note 3 auf jeweils 30 FPS. Das LG G2 arbeitet im Full-HD-Modus mit 60 FPS, was für geschmeidige Kameraschwenks sorgt.

Samsung Galaxy Note 3 im Test – Videokamera

Konnektivität

Wie viele andere aktuelle Hersteller auch setzt Samsung beim Galaxy Note 3 auf eine für ein Flaggschiff angemessene Konnektivität. Hierzu zählen etwa LTE-A mit bis zu 150 Mbit/s sowie WLAN-ac, Bluetooth 4.0 LE, NFC, Infrarot sowie A-GPS und GLONASS. Einzig das kabellose Aufladen des Akkus ist nicht möglich. Dafür bietet Samsung mit Micro-USB 3.0 eine im Alltag deutlich wichtigere, weil spürbare Besonderheit an. Nachdem das Note 3 an eine entsprechende USB-Buchse am PC angeschlossen wurde (Mac und Linux nicht unterstützt) besteht die Option, das Note 3 im 3.0-Modus zu betreiben. Samsung warnt vor dem USB-3.0-Betrieb vor möglichen Verbindungsabbrüchen bei Telefonaten und der Datenanbindung.

Ist die Funktion aber erst einmal aktiviert, lassen sich Dateien deutlich schneller auf das Note 3 kopieren. Am zügigsten funktioniert dies, wenn die Quelle eine SSD ist, was unser 2,72 GB großer und mit 1.285 Dateien befüllter Ordner „tracks“ aus „F1 2012“ zeigt. Doch auch mit HDD verkürzen sich die Wartezeiten dramatisch gegenüber dem klassischen 2.0-Anschluss.

HDD (WD10EALX) SSD (FTM28G225H)
Anschluss USB 2.0 USB 3.0 USB 2.0 USB 3.0
Dauer Film* 3:28 1:38 3:33 1:36
Bilder* 0:06 0:03 0:05 0:03
Ordner* 3:28 1:22 1:52 1:02
*Film: 6,82 GB, MP4 / Bilder: 123 MB, 29 Dateien / Ordner: 2,72 GB, 1.285 Dateien

Abseits moderner Übertragungsstandards gefällt aber auch die Sprachqualität des Note 3. An die Qualität eines HTC One kommt zwar auch Samsung nicht heran, doch sowohl der Lautsprecher für das normale Telefonieren als auch der auf der Unterseite verbaute Lautsprecher für die Freisprechfunktion sind ausreichend laut und klingen verständlich. In den Berliner Bezirken Mitte, Prenzlauer Berg und Steglitz kam es zu keiner Zeit zu Verbindungsabbrüchen im Netz von O2. Die Gesprächsqualität war durchgehend gut.

Im Bereich WLAN ist zu erwähnen, dass unser Testgerät zu Beginn partout nicht mit einer FRITZ!Box 6360 Cable kommunizieren wollte. Die Verbindung konnte zwar aufgebaut werden, das Laden von Webseiten oder dem Play Store war indes nicht möglich. Erst mit der Firmware N9005XXUDMJ7 wurde das Problem behoben. Danach funktionierte das WLAN reibungslos.

Laufzeiten

Die Vorzeichen für eine überdurchschnittliche Laufzeit des Galaxy Note 3 stehen gut. Das Zusammenspiel aus Akku mit 3.200 mAh (12,16 Wh) und sparsamen AMOLED-Display geht auf, denn sowohl im Video-Dauertest als auch im Browser-Dauertest schneidet das Galaxy Note 3 gut ab. Zwar schneiden Galaxy S4, mini und zoom noch besser ab, doch verstecken muss sich das Note 3 nicht.

Samsung Galaxy Note 3
Samsung Galaxy Note 3

Das Smartphone steht aber nicht nur in den Benchmarks gut da, es hält auch im Alltag vergleichsweise lange durch. Zwei komplette Tage und eine Nacht sind mit dem Note 3 kein Problem. Auch am zweiten Tag reichte die Kapazität, um während der Heimfahrt am Abend noch das ein oder andere Spiel zu spielen. Das Galaxy Note 3 ist definitiv ein „2-Tage-Smartphone“.

Auf der nächsten Seite: Fazit