2/5 Asus Radeon R9 290X DirectCU II OC im Test : Das Warten hat ein Ende

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Die Asus R9 290X

PCB und Anschlüsse

Die Asus Radeon R9 290X DirectCU II OC basiert auf einem eigenen PCB mit einer 10-Phasen-Spannungsversorgung, wovon sechs ausschließlich den Grafikchip versorgen. Wie das Referenzdesign wird auch dieses Modell mittels 6- und 8-Pin-Anschluss an das Netzteil angeschlossen.

Asus Radeon R9 290X DirectCU II OC
Asus Radeon R9 290X DirectCU II OC

Gegenüber AMDs Vorgaben hat Asus sowohl den maximalen GPU-Takt der Karte um fünf Prozent auf 1.050 MHz als auch den Speichertakt auf 2.700 MHz angehoben. Der erhöhte GPU-Takt ist vor dem Hintergrund der Vorstellung der Referenzkarte eine Ansage. Durch den höheren Speichertakt steigt der Datendurchsatz auf 346 GB/s und liegt 10 GB/s über dem der GeForce GTX 780 Ti. Die Referenzkarte musste sich dem Nvidia-Flaggschiff trotz breiterer Anbindung (512 zu 384 Bit) noch knapp geschlagen geben.

Asus Radeon R9 290X DirectCU II OC oben, Referenzdesign unten
Asus Radeon R9 290X DirectCU II OC oben, Referenzdesign unten
Radeon R9 290X Referenz Asus Radeon R9 290X DirectCU II OC
PCB Design AMD Asus
Länge 27,5 cm (inkl. Kühler) 28,5 cm (inkl. Kühler)
Stromversorgung 1 x 8 Pin
1 x 6 Pin
Takt (max.)
(Stromsparmodus)
GPU 1.000 (300 MHz) 1.050 (300 MHz)
Speicher 2.500 MHz (300 MHz) 2.700 MHz (300 MHz)
Speichergröße 4.096 MB GDDR5, Hynix 4.096 MB GDDR5, Elpida
Anschlüsse 2 x DVI
1 x HDMI
1 x DisplayPort

Der Kühler

Vom Grundsatz her ist Asus Kühler der Wahl bekannt: das Modell DirectCU II. Auf der Radeon R9 290X kommt allerdings eine aufgebohrte Variante zum Einsatz. Zwei der fünf Heatpipes weisen einen Durchmesser von acht Millimetern auf, eine ist gar zehn Millimeter dick. Zwei sechs Millimeter starke Heatpipes runden das Paket ab. Von der GPU direkt berührt werden allerdings nur drei.

Denselben Kühler setzt Asus auf der hauseigenen GeForce GTX 780 Ti ein.

Asus Radeon R9 290X DirectCU II OC  mit dicken Heatpipes
Asus Radeon R9 290X DirectCU II OC mit dicken Heatpipes
Asus Radeon R9 290X DirectCU II OC
Asus Radeon R9 290X DirectCU II OC
Asus Radeon R9 290X DirectCU II OC
Asus Radeon R9 290X DirectCU II OC

Auch bei den Lüftern hat Asus noch einmal eine Schippe drauf gelegt. In den beiden 100 Millimeter im Durchmesser großen Fassungen stecken zwei 95-mm-Lüfter. Diese unterscheiden sich: einer schaufelt die Luft an der Slotblende nach außen, während der innere Lüfter die Frischluft in die Kühllamellen drückt.

Kühler und PCB getrennt
Kühler und PCB getrennt
GPU mit Wärmeleitpaste, Spannungswandler mit Extra-Kühlkörper
GPU mit Wärmeleitpaste, Spannungswandler mit Extra-Kühlkörper
Kühlerbasis mit Wärmeleitpaste – nur drei von fünf Heatpipes mit Kontakt
Kühlerbasis mit Wärmeleitpaste – nur drei von fünf Heatpipes mit Kontakt

Wie bei der GeForce GTX 780 Ti im Asus-Design können Kunden auch bei der Radeon-Karte selbst entscheiden, ob der Kühler mit Aufklebern in Rot oder in Gold (oder gemischt) verziert werden soll. Kleben darf/muss der Käufer dann selber.

Kühlsysteme im Vergleich
Radeon R9 290X
Referenz
Asus Radeon R9 290X
DirectCU II OC
Lüfter
Art radial axial
Durchmesser 1 x 75 mm 2 x 95 mm
Kühler
Funktionsprinzip Vapor-Chamber Heat-Pipes
Material Aluminium
Kupfer
Aluminium
Kupfer
Abfuhr Abluft Slotblende Gehäuse
Länge 27,5 28,5 cm
Höhe 3,5 cm 3,5 cm

Die Lüftersteuerung

Weiterhin vorzufinden ist auf der Karte von Asus der BIOS-Umschalter, mit dem der Anwender zwischen zwei verschiedenen Betriebsmodi der Lüftersteuerung wählen kann. Das Verhalten der Karte unterscheidet sich dabei allerdings durchaus von den Modi „Quiet“ und „Uber“, die von der Referenzkarte bekannt sind.

Im von Asus „Performance“ getauften Modus stehen dem Kühler laut „Overdrive“-Tool maximal 50 Prozent der möglichen Drehzahl zur Verfügung, um die 94 °C zu halten, bevor der Takt gesenkt wird. Die Methodik ist von der Referenzkarte bekannt. Der Lüfter legt unter Last zügig an Drehzahl zu, um das Erreichen der Temperaturgrenze auch unter Maximaltakt nicht zu gestatteten. Sobald der Lüfter seine Maximaldrehzahl von 2.270 U/min (nach acht Minuten) und die GPU trotzdem die Temperaturschwelle (nach neun Minuten) erreicht hat, bleibt der Karte dann nur noch, den Takt zu drosseln. Die Karte drosselt, wenn es über den Lüfter nicht mehr geht.

Im Modus „Silent“ geht der Lüfter deutlich behutsamer zu Werke. Die Temperatur steigt demzufolge schneller an – bereits nach drei Minuten liegen knapp 94 °C an. Um nicht wie im Performance-Modus nur mit dem Lüfter zu reagieren, taktet die Grafikkarte im Silent-Modus bereits ab ca. 87 °C immer wieder kurz herunter. So ist es Asus möglich, die Lüfterdrehzahl nur langsam Stück für Stück erhöhen zu müssen. Die Karte drosselt bereits, bevor über den Lüfter nichts mehr geht.

Das nachfolgende Diagramm zeigt allerdings, dass nach einer halben Stunde auch im Silent-Modus dieselbe Drehzahl wie im Performance-Modus anliegt. Von der Wahlmöglichkeit zwischen „Lauter und dafür mehr Leistung“ und „Leiser und dafür weniger Leistung“ ist in unserem Testsystem also nur für kurze Zeit etwas zu sehen.

Die nachfolgenden Screenshots stellen Lüfterdrehzahl, Takt und Temperaturen beider Modi noch einmal im 30-Minuten-Zeitverlauf gegenüber.

Analyse der Asus Radeon R9 290X im Quiet- und Performance-Modus

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