News : Neuer DRM-Schutz von Adobe sorgt für Probleme

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Gerade einmal eine Woche ist es her, dass Adobe seinen neuen DRM-Schutz in Form der Adobe Digital Editions und des Content Server 5 offiziell freigegeben hat. Doch bereits jetzt häufen sich Probleme von E-Book-Käufern, Experten raten sogar von einem Update auf ADE 3.0 ab.

Auch wenn der neue Kopierschutz mit seiner dynamischen Aktualisierung für mehr Sicherheit sorgen soll, sorgt dieser aktuell eher für mehr Verunsicherung und Frust bei Käufern aktueller E-Books. Grund hierfür scheinen Inkompatibilitäten zwischen dem neuen Kopierschutz und der Firmware der betroffenen E-Book-Reader zu sein. Dabei soll die jüngste ADE-Version E-Books mit dem neuen Kopierschutz dann automatisch herunterladen, wenn die Verwaltungssoftware Content Server in der Version 4.2 oder höher eingesetzt wird. Über den falschen E-Book-Store oder den falschen Lizenz-Server gekauft, können die mit ADE 3.0 autorisierten digitalen Bücher auf einige Lesegeräte nicht mehr übertragen werden, in den meisten Fällen erhält der Nutzer die Fehlermeldung “E_ADEPT_CORE_DECRYPT_LICENSE_KEY.

In diesen Fällen blieb Händlern oftmals nichts anderes übrig als den Kauf zu annullieren, da das erworbene E-Book bereits mit der neuen ADE-Version verknüpft war. Die teilnehmenden Bibliotheken des beliebten Leihservice „Onleihe“ berichten teilweise ebenso von Problemen mit der neuen Software, wie auch die Entwickler der bekannten Bluefire-Reader-Applikation für Android und iOS, welche sogar von einem Update abraten:

Abhilfe bei den genannten Problemen soll die Rückkehr zur ADE-Version 2.0 schaffen, da mit dieser nach wie vor Bücher mit dem alten Kopierschutzmechanismus geladen werden. Unter Umständen muss hierbei das E-Book jedoch neu erworben werden.

Update 30.01.2014 13:01 Uhr  Forum »

Wie ebook-fieber.de aktuell schreibt, hat Adobe nach erheblichen Druck von eBook.de und Bluefire in der gestrigen Nacht Veränderungen an seinem DRM-System vorgenommen. Mit diesen sollen die bei vielen Nutzern aufgetretenen Probleme bei der Übertragung von mit dem neuen Verfahren geschützten Inhalten auf diverse Lesegeräte nun der Vergangenheit angehören. Dies wurde sowohl von Adobe als auch von Bluefire bestätigt.