News : Spotify hebt Zeit-Limit für Gratis-Nutzer vollständig auf

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Spotify hat nun auch die zeitliche Beschränkung für das werbefinanzierte Gratis-Streaming im Internetbrowser sowie per Desktop-Anwendung aufgehoben. Bisher ließ sich Spotify Free nur in den ersten sechs Monaten nach Registrierung unbegrenzt nutzen, danach konnte man wöchentlich maximal 2,5 Stunden Musik hören.

Mit diesem Schritt wird die kostenlose Version von Spotify für Nutzer nochmals attraktiver. Denn bereits im Dezember des vergangenen Jahres haben die Betreiber das Gratis-Angebot auf Tablets und kurz darauf auch auf Smartphones erweitert. Während Tablet-Nutzer mit Spotify Free unter anderem Playlists mit ausgewählten Songs anlegen und auch mit Freunden tauschen können, steht Smartphone-Anwendern nur der sogenannte „Shuffle“-Modus zur Verfügung. Mit diesem lassen sich die Titel eines Künstlers kostenlos hören sowie überspringen, aber nicht einzeln auswählen.

Letzteres bleibt jenen Nutzern vorbehalten, die sich für das Premium-Abonnement für 9,99 Euro im Monat entschieden haben. Zahlende Kunden profitieren zudem vom werbefreien Zugriff auf die Musikstücke, einer besseren Klangqualität (bis zu 320 KBit/s) und der Möglichkeit, Playlisten, Lieder oder ganze Album auf das Gerät herunterzuladen, um diese auch ohne Internetzugang zu hören.

Der Wegfall der zeitlichen Begrenzung dürfte allerdings eher dem starken Konkurrenzdruck geschuldet sein als der Tatsache, dass die Werbeeinnahmen endlich genug Geld in die Kassen spülen sollten. Denn immer mehr Anbieter drängen auf den stark wachsenden Streaming-Markt: So kommt zu den bisher erhältlichen Diensten wie Deezer, Rdio, Pandora, Xbox Music, Napster, Apples iTunes Radio und Google Play Music All-Inclusive nächste Woche noch Beats Music hinzu – vorerst allerdings nur in den USA.

Nach eigenen Angaben hatte Spotify im Dezember 2013 mehr als 24 Millionen aktive Nutzer, darunter sechs Millionen zahlende Abonnenten. Zum Vergleich: Pandora zählte im November des vergangenen Jahres 72,4 Millionen aktive Zuhörer und mehr als 200 Millionen registrierte Nutzer.