Ivy Bridge-EX: 20 Modelle mit bis zu 15 Kernen

Michael Günsch
65 Kommentare

Für das aktuelle Quartal wird die Einführung neuer High-End-Prozessoren in Intels Server-Portfolio erwartet. Die verspäteten „Ivy Bridge-EX“ kommen als Xeon E7 v2 daher. Jetzt werden Spezifikationen von 20 Modellen bekannt.

Aus verschiedenen Quellen respektive Dokumenten hat CPU-World die grundlegenden technischen Daten des neuen Aufgebots zusammengetragen und in einer Tabelle zusammengefasst. Dabei zeigt sich, dass die für Dual-Sockel-Systeme bestimmten Xeon E7-28xx v2 zwölf oder 15 Kerne, entsprechend 24 oder 30 Threads und bis zu 37,5 MB L3-Cache vorweisen. Die schnellste der vier Varianten taktet mit 2,8 GHz und ist in der höchsten TDP-Klasse von 155 Watt angesiedelt.

Mehr Vielfalt wird bei der Unterfamilie E7-48xx v2 für 4-Sockel-Systeme geboten. Acht Modelle rangieren vom Xeon E7-4809 v2 mit sechs Kernen, 12 MB Cache und 1,9 GHz bis zum E7-4890 v2, dessen Spezifikationen denen des Flaggschiffes der E7-2800 v2 entsprechen.

Die absolute Speerspitze bilden die Xeon E7-88xx v2 für Systeme mit acht Prozessoren und bis zu 6 Terabyte RAM. Neben ähnlichen Modellen wie bei den zuvor genannten Serien gibt es hier einige „Exoten“: So besitzt das namentlich führende Modell E7-8893 v2 lediglich sechs Kerne, bringt aber den höchsten CPU-Takt von 3,4 GHz mit sich, womit der schnellste 15-Kerner um 600 MHz übertroffen wird. Ferner wird mit dem E7-8880L v2 ein vergleichsweise sparsames 15-Kern-Modell geboten, das mit einer TDP von 105 Watt antritt.

Xeon E7 v2 auf Basis der „Ivy Bridge-EX“
Modell Kerne /
Threads
Takt L3-Cache Speicher TDP
Xeon E7-2850 v2 12 / 24 2,3 GHz 24 MB DDR3-1333 105 Watt
Xeon E7-2870 v2 15 / 30 2,3 GHz 30 MB DDR3-1600 130 Watt
Xeon E7-2880 v2 15 / 30 2,5 GHz 37,5 MB DDR3-1600 130 Watt
Xeon E7-2890 v2 15 / 30 2,8 GHz 37,5 MB DDR3-1600 155 Watt
Xeon E7-4809 v2 6 / 12 1,9 GHz 12 MB DDR3-1066 105 Watt
Xeon E7-4820 v2 8 / 16 2,0 GHz 16 MB DDR3-1333 105 Watt
Xeon E7-4830 v2 10 / 20 2,2 GHz 20 MB DDR3-1333 105 Watt
Xeon E7-4850 v2 12 / 24 2,3 GHz 24 MB DDR3-1333 105 Watt
Xeon E7-4860 v2 12 / 24 2,6 GHz 30 MB DDR3-1600 130 Watt
Xeon E7-4870 v2 15 / 30 2,3 GHz 30 MB DDR3-1600 130 Watt
Xeon E7-4880 v2 15 / 30 2,5 GHz 37,5 MB DDR3-1600 130 Watt
Xeon E7-4890 v2 15 / 30 2,8 GHz 37,5 MB DDR3-1600 155 Watt
Xeon E7-8850 v2 12 / 24 2,3 GHz 24 MB k. A. 105 Watt
Xeon E7-8857 v2 12 / 24 3,0 GHz 30 MB DDR3-1333 130 Watt
Xeon E7-8870 v2 15 / 30 2,3 GHz 30 MB k. A. 130 Watt
Xeon E7-8880 v2 15 / 30 2,5 GHz 37,5 MB k. A. 130 Watt
Xeon E7-8880L v2 15 / 30 2,2 GHz 37,5 MB DDR3-1600 105 Watt
Xeon E7-8890 v2 15 / 30 2,8 GHz 37,5 MB k. A. 155 Watt
Xeon E7-8891 v2 10 / 20 3,2 GHz 37,5 MB DDR3-1600 155 Watt
Xeon E7-8893 v2 6 / 12 3,4 GHz 37,5 MB DDR3-1600 155 Watt
Quelle: CPU-World

Die Xeon E7 v2 treten in die Fußstapfen der seit fast drei Jahren amtierenden Vorgänger auf Basis von „Westmere-EX“. Neben der aktuelleren und leistungsfähigeren CPU-Architektur bringen sie im Maximalausbau 50 Prozent mehr Kerne, höhere Taktraten und mehr Cache mit sich. Allerdings hat Intel bei den Neulingen die maximale TDP-Klassifizierung von 130 auf 155 Watt angehoben. Dennoch zeigt sich die mit der „Ivy Bridge“-Architektur eingeführte höhere Effizienz eindrucksvoll: Das bisherige Flaggschiff Xeon E7-8870 besitzt zehn Kerne mit 2,4 GHz und 30 MB Cache. Der in der gleichen TDP-Stufe antretende E7-8880 v2 bietet 15 Kerne mit 2,8 GHz und 37,5 MB Cache.

Doch auch preislich könnten neue Maßstäbe gesetzt werden: Es wird über Preise von mehr als 5.000 US-Dollar für die Spitzenmodelle gemunkelt. Den schnellsten „Westmere-Ex“ bietet Intel derzeit für 4.616 US-Dollar an.

Nach den Xeon E5-2600 v2 („Ivy Bridge-EP“) und den Xeon E5-2400 v2 („Ivy Bridge-EN“) wäre die Umstellung des Server-Portfolios auf die „Ivy Bridge“-Architektur mit den Xeon E7 v2 („Ivy Bridge-EX“) perfekt. Ob noch in diesem Herbst die „Haswell“-Architektur in Form der Xeon E5-2600 v3 („Haswell-EP“) erscheinen wird, darf aufgrund der Verschiebungen bei den Vorgängern angezweifelt werden. Nichtsdestoweniger schweift der Blick bereits zu „Broadwell-EP“, der bis zu 18 Kerne und 45 MB L3-Cache bieten soll und frühestens 2015 erwartet wird.