6/8 Drei 500-Watt-Netzteile für unter 40 Euro im Test : Chieftec, Cooler Master, Silverstone

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Spannungsregulation

Erläuterung zum Test

Bei der Spannungsregulation zeigen sich die Nachteile einfacher gruppenregulierter Designs. Mit asymmetrischen Lasten haben alle drei Probanden ihre Probleme. Bei hoher Belastung der +12-Volt-Schiene bei gleichzeitig geringer Nutzung der +3,3- und +5-Volt-Spannung, wie sie beispielsweise in modernen Spielerechnern mit einer SSD als einzigem Laufwerk vorkommen, bricht die +12-Volt-Leistung massiv ein. Dies ist insbesondere deswegen problematisch, da die +12-Volt-Leistung mit etwa 80 Prozent der Nennleistung eh schon knapp bemessen ist. Desaströs sind die Ergebnisse im umgekehrten Crossload-Test mit maximaler Belastung von +3,3- und +5-Volt-Schiene: In einem Fileserver mit vielen Festplatten haben alle drei Probanden definitiv nichts zu suchen.

Chieftecs Smart hat zudem kleinere Probleme mit der Regulation der +5Vsb-Standby-Spannung. Bei Volllast bricht diese auf 4,57 Volt ein. In der Praxis ist dies in den meisten Systemen nicht bemerkbar, da die Versorgungsspannung selten voll abgerufen wird.

Anhand der Ergebnisse unseres zweiten Crossload-Tests zeigt sich zudem, dass das Strider Essential, anders als vom Hersteller behauptet, nicht offiziell zu Intels Haswell kompatibel ist. Unser Testszenario ist weit weniger kritisch als das von Intel definierte offizielle Testprogramm, aber bereits in unserer Prüfung verlassen die Spannungen den zulässigen Bereich. Das Netzteil mag die meisten realen Haswell-Systeme ebenso wie viele andere nicht offiziell geeignete Spannungswandler problemlos versorgen, ist aber nicht vollständig und formal für Haswell geeignet.

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