3/10 GeForce GTX Titan Black im Test : Das leistet Nvidias schwarzer Titan mit 6 GB

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Testergebnisse

Auf den folgenden Seiten präsentieren wir in unseren bekannten Leistungsratings die Rechengeschwindigkeit der heutigen Kontrahenten – in verschiedenen Auflösungen, Qualitätseinstellungen und APIs. Die Ratings beinhalten, abgesehen vom 3DMark, sämtliche getesteten 3D-Applikationen. Einzelergebnisse liefert die Folgeseite. Details zur Testmethodik und Einstellungen liefert der Anhang dieses Artikels.

Die Turbo-Taktraten

Die GeForce GTX Titan Black kommt wie sämtliche anderen GK110-Grafikkarten mit dem „GPU Boost 2.0“-Feature daher, einem leistungs- und temperaturabhängigen Turbo-Modus. Der Basis-Takt der Grafikkarte liegt bei 889 MHz, der durchschnittliche Turbo ist mit 980 MHz angegeben

Nvidia
GeForce
GTX 780
Nvidia
GeForce
GTX Titan
Nvidia
GeForce
GTX 780 Ti
Nvidia
GeForce
GTX Titan Black
Basis-Takt 863 MHz 837 MHz 875 MHz 889 MHz
Boost-Takt* 900 MHz 876 MHz 928 MHz 980 MHz
Temperaturlimit 80 °C 83 °C
* Typischer Boost-Takt laut Hersteller

Im Vergleich zu GeForce GTX 780, GeForce GTX 780 Ti und GeForce GTX Titan ist die GeForce GTX Titan Black auf dem Papier damit die schnellste Grafikkarte.

In der Praxis zeigt sich, dass die GeForce GTX Titan Black in unserem Testsystem unter Last nur in Ausnahmefällen den typsischen Boost-Takt erreicht – in der Regel verharrt die Karte auf dem Basis-Takt.

Die Tatsächlichen Taktraten der Nvidia GeForce GTX Titan Black
Spiel Basis-Takt Takt zum Start Takt nach 20 Minuten Takt nach 20 Minuten
(106 % PT / 94°C TT)
Alan Wake 889 MHz 1.058 MHz 889 MHz [T] 1.045 MHz [P]
Anno 2070 889 MHz 1.058 MHz 889 MHz [T] 1.006-1.020 MHz [P]
Assassin's Creed 3 889 MHz 1.058 MHz 889 MHz [T] 1.032.-1.045 MHz [P]
Battlefield 4 889 MHz 1.058 MHz 889 MHz [T] 1.032-1.045 MHz [P]
Bioshok: Infinite 889 MHz 1.058 MHz 889 MHz [T] 1.032 MHz [P]
Call of Duty: Ghost 889 MHz 1.058 MHz 915 MHz [T] 1.058 MHz
Company of Heroes 2 889 MHz 1.058 MHz 889 MHz [T] 993-1.032 MHz [P]
Crysis 3 889 MHz 1.058 MHz 889 MHz [T] 1.032 MHz [P]
Far Cry 3 889 MHz 1.058 MHz 889 MHz [T] 1.020-1.032 MHz [P]
Grid 2 889 MHz 1.058 MHz 889 MHz [T] 1.032 MHz [P]
Hitman: Absolution 889 MHz 1.058 MHz 889 MHz [T] 1.045 MHz [P]
Metro Last Light 889 MHz 1.058 MHz 889 MHz [T] 1.032 MHz [P]
Risen 2 889 MHz 1.058 MHz 889 MHz [T] 1.045 MHz [P]
Splinter Cell Blacklist 889 MHz 1.058 MHz 901 MHz [T] 1.058 MHz
Tomb Raider 889 MHz 1.058 MHz 889 MHz [T] 1.032-1.045 MHz [P]
[P] = Power Target limitiert, [T] = Temperature Target limitiert

Die einzigen beiden Ausnahmen sind Call of Duty: Ghost (915 MHz) und Splinter Cell: Blacklist (901 MHz). Damit agiert unser Testmodell der GeForce GTX Titan Black langsamer als unser Referenzmodell der GeForce GTX 780 Ti, die die 900-MHz-Grenze im Test spielend überschreiten konnte.

Der Grund dafür ist im ersten Augenblick nicht ersichtlich. Die Testbedingungen sind dieselben und unter Last drehen auch die Lüfter beider Grafikkarten gleich hoch. Die Wärmeleitpaste haben wir kontrolliert und – obwohl keine Anomalien feststellbar waren – gewechselt: Dasselbe Ergebnis. Vermutlich arbeitet die GeForce GXT Titan Black mit leicht höheren Spannungen, wodurch die Temperatur ansteigt und die Taktraten dann weiter gedrosselt werden müssen. Das Power Target ist nicht das Problemkind.

Wer diesem Verhalten nichts abgewinnt, kann mittels externer Tools das Temperature- und das Power-Target erhöhen. Das Temperature Target lässt maximal 94 Grad Celsius zu und beim Power-Target sind es wie bei der GeForce GTX 780 Ti zusätzliche sechs Prozent.

Allerdings schafft es die Grafikkarte auch dann meistens noch nicht, die maximalen 1.058 MHz zu halten. Die einzigen Ausnahmen sind Call of Duty: Ghost und Splinter Cell: Blacklist. In allen anderen Spielen scheitert die Black zwar nicht mehr an der Temperatur, dafür aber am Power-Target. Das war auch bei der GeForce GTX 780 Ti schon der Fall. Warum Nvidia einem fast 1.000 Euro teuren Produkt diese Fesseln weiterhin anlegt, muss hinterfragt werden. Gerüchte, die Black könnte „offen“ auf den Markt kommen, haben sich nicht bewahrheitet.

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