News : Intel beschleunigt Thunderbolt auf 40 Gbit/s

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Intel wird mit der Ende 2015 geplanten „Skylake“-Plattform die nächste Stufe von Thunderbolt freischalten. Mit Transferraten von bis zu 40 Gbit/s, Unterstützung für PCI Express 3.0 und diversen Optimierungen soll sich die Geschwindigkeit des Nischenprodukts effektiv verdoppeln.

Der Thunderbolt-Anschluss wird sich dabei in eine ähnliche Richtung wie die optimierten USB-3.1-Stecker entwickeln. Laut den Beschreibungen wird die Höhe von 4,5 auf 3 mm verkleinert, gleichzeitig wird der Stecker aber nun mit maximal 100 Watt für Ladevorgänge fertig.

Intel Thunderbolt „Alpine Ridge“ mit 40 Gbps
Intel Thunderbolt „Alpine Ridge“ mit 40 Gbps

Thunderbolt soll Ende 2015/Anfang 2016 zum Start der Skylake-Plattform als Lösung für alles vermarktet werden. Über ein einziges Kabel können zwei 4K-Bildschirme versorgt und gleichzeitig Daten übertragen sowie externe Geräte geladen werden. Kompatibilitätsmodi für DisplayPort, USB 3.0 und HDMI sollen das Einsatzgebiet ausweiten, eine deutlich geringere Leistungsaufnahme der notwendigen Chips das Paket abrunden.

Wie üblich bei den Thunderbolt-Controllern wird es auch „Alpine Ridge“ in zwei Varianten geben: Eine Ein-Kabel-Lösung für ein einfaches Endgerät sowie die Daisy-Chaining-Variante für mehrere Abnehmer. Adapter sollen für volle Abwärtskompatibilität zu heutigen Produkten sorgen.

95 Kommentare
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Ergänzungen aus der Community

  • Herdware 22.04.2014 11:49
    Ich halte Thunderbolt auch für ein sehr gutes Konzept. Im Prinzip setzt es das fort, was damals mit USB angefangen wurde, nämlich die digitalen externen Schnittstellen zu vereinheitlichen.
    Dass TB dabei auch noch auf PCIe aufgesetzt ist, also die Schnittstelle, über die in modernen PCs sowieso schon intern alles verbunden wird (sogar die CPU mit dem Chipsatz), ist ein riesiger Vorteil und macht Thunderbolt extrem flexibel. Theoretisch kann man darüber wirklich so gut wie alles anschließen.

    In und an einem idealen, "sauberen" PC würde es deshalb überhaupt nur PCIe und Thunderbolt geben.
    Kein USB, kein Ethernet, kein SATA, kein HDMI, DVI, DisplayPort usw. An die einheitlichen externen Anschlüsse kann man nach Lust und Laune alles anschließen. Egal ob Maus, Speicherstick, Netzwerk oder Monitor.

    Aber in der Praxis wird uns zumindest USB noch sehr lange erhalten bleiben, einfach wegen der zig Millionen USB-Geräte da draußen.

    Außerdem ist Thunderbolt für vieles einfach noch unnötig teuer Overkill. Man braucht keine 40GBit/s-Schnittstelle um Maus und Tastatur anzuschließen. Allerdings war das damals bei USB anfangs ganz genauso. Auch das ist totaler Overkill für simple Eingabegeräte oder z.B. auch Drucker, mit deren Datenaufkommen auch die olle parallele Schnittstelle gut zurecht käme.
    Aber irgendwann ist USB halt so billig geworden, dass das keinen mehr gekratzt hat. Heute bereitet es keinem mehr Bauchschmerzen, eine Maus in einen 5GBit/s schnellen USB3-Port zu stecken.
    Bei Thunderbolt wird es irgendwann auch so weit kommen. Durch Fortschritte in der Fertigungstechnik und durch steigende Stückzahlen wird es immer billiger werden, bis TB-Controller irgendwann Cent-Artikel sind.
    Vorausgesetzt es scheitert nicht vorher. Das wäre dann sehr schade um die verpasste Chance.
  • Piktogramm 22.04.2014 14:23
    Ein direkter Zugriff auf Hardware muss nur bedingt sein. Jedes Thunderboltkabel enthält ausreichend viel Logik um Angriffe damit durchzuführen. Daher man bekommt die Ziele ohne Überzeugungsarbeit daran den Angriff zu starten. Genauso erlaubt es ein Thunderbolt bei gesperrtem Betriebssystem durch bloßes Anstecken den gesamten Speicher auszulesen.
    Ein offnes Scheunentor wäre eine untertriebene Visualisierung des Problems. Dagegen sind Keylogger echt Spaß (anstatt eines Passwortes mit dem Kexlogger kann man per Thunderbolt schlicht ganze Datenbanken mit sensiblen Daten umschichten...)

    Bei USB wurde sich tatsächlich Mühe gegeben, dass die Schnittstelle keinen direkten Hardwarezugriff auf den Speicher bekommt ;)