2/5 Vapor-X R9 290 Tri-X OC im Test : Lüfter aus und ruhig ist Sapphires Radeon

, 153 Kommentare

Die Radeon Vapor-X R9 290 Tri-X OC

Die Sapphire Vapor-X R9 290 Tri-X gibt es sowohl in einer Variante mit 1.000 MHz maximalem Chiptakt als auch in einer „OC“-Version mit 1.030 MHz. Dabei stellen eigentlich schon die 1.000 MHz des Basismodells eine Übertaktung gegenüber den 947 MHz des Referenz-Designs dar. In diesem Test kommt das Modell mit höherer Taktrate zum Einsatz.

Die Lüftersteuerung

Die schlechte Nachricht vorweg: An der Drehzahl hat sich bei der Radeon Vapor-X R9 290 Tri-X OC so gut wie nichts geändert, auch die Lüfter selber sind gleich. Im Desktop-Modus arbeiten die Axial-Lüfter auf der Vapor-X mit 1.350 anstatt 1.400 Umdrehungen – das ist beim Einsatz von drei Lüftern unverändert deutlich wahrnehmbar.

Sapphire Vapor-X R9 290 - die Lüfter
Sapphire Vapor-X R9 290 - die Lüfter

Allerdings schaltet die Karte die beiden äußeren der drei Lüfter bei einer GPU-Temperatur von unter 50 °C ab, was den Geräuschpegel spürbar senkt. Ab einer Temperatur von um die 57 °C laufen die Lüfter an und laufen unter Last dann mit 2.020 U/min. Wer die Funktion nicht nutzen möchte, kann sie per Schalter auf der Rückseite der Karte deaktivieren.

Betriebsmodus Zieltemperatur Drehzahl Leerlauf Ansprechverhalten unter Last Drehzahl Last (max.)
Standard 77 °C 1.350 U/min aggressiv 2.020 U/min
Diagramm Lüfterdrehzahl im Zeitverlauf

Der Kühler

Sapphire geht nicht nur bei der Lüftersteuerung neue Wege, sondern auch beim Kühler. Anders als bei den bisherigen Tri-X-Karte mit 2,0 Slots belegt der Kühler bei der Vapor-X-Variante 2,5 Slots. Der zusätzliche Platz wird dazu genutzt, den Kühlkörper höher zu bauen und so mehr Wärme abführen zu können.

Über der Hawaii-GPU hat Sapphire eine Vapor-Chamber angebracht. Gleich fünf Kupferheatpipes sorgen für die schnell Abfuhr der Verlustleistung an den Radiator.

Für die notwendige Frischluft sind drei Axial-Lüfter zuständig, die einen Durchmesser von 85 Millimeter aufweisen. Die Stromversorgung ist mit einem eigenen Passiv-Kühler versehen. Auf der Rückseite hat der Hersteller eine Metall-Backplate angebracht.

Sapphire Radeon Vapor-X R9 290 Tri-X OC - in Lagen
Sapphire Radeon Vapor-X R9 290 Tri-X OC - in Lagen
Kühlsysteme im Vergleich
Sapphire Radeon Vapor-X R9 290 Tri-X OC Sapphire Radeon R9 290 Tri-X OC Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC
Lüfter
Art axial axial axial
Durchmesser 3 x 85 mm 3 x 85 mm 3 x 85 mm
Kühler
Funktionsprinzip 5 Heat-Pipes
Vapor-Chamber
5 Heat-Pipes 5 Heat-Pipes
Material Aluminium
Kupfer
Aluminium
Kupfer
Aluminium
Kupfer
Abfuhr Gehäuse Gehäuse Gehäuse
Höhe 4,5 cm 3,5 cm 3,5 cm

Das Kühlsystem im Fractal Design R4

Das Fractal Design R4 ist nicht nur ein sehr beliebtes Gehäuse, es stellt aufgrund der Dämmung auch erhöhte Anforderungen an die Kühlung der Grafikkarte. Grafikkarten wie die Asus Radeon R9 290X DirectCU II OC taten sich im Test schwer. Wir haben überprüft, ob die Sapphire Radeon Vapor-X R9 290 Tri-X OC in dem Gehäuse ebenfalls Probleme bereitet.

Das dafür benötigte zweite Testsystem wurde uns vom Online-Shop Caseking.de zur Verfügung gestellt.

Diagramm Sapphire vs. Fractal Design R4

Wir können Entwarnung geben. Die Grafikkarte tut sich zwar im Fractal Design R4 zwar minimal schwerer und dreht etwas eher auf. Die Endgeschwindigkeit des Lüfters liegt mit 2.070 Umdrehungen pro Minute aber kaum höher als bei unserem Testsystem (2.020 Umdrehungen). Auch bei der Temperaturentwicklung gibt es keinerlei Unterschiede.

PCB, Anschlüsse und Takt

Das PCB der Sapphire Radeon Vapor-X R9 290 Tri-X OC ist anders als bei der herkömmlichen Tri-X-Karte eine Eigenentwicklung. Als kleine Besonderheit ist der Sapphire-Schriftzug auf der Karte mit LEDs hinterlegt, die je nach GPU-Temperatur mit einer unterschiedlichen Farbe leuchten. Bei etwa 57 Grad Celsius wechselt der Schriftzug von Blau zu Gelb, ab rund 75 Grad auf Rot.

Sapphire Vapor-X R9 290 - Kühler abgebaut
Sapphire Vapor-X R9 290 - Kühler abgebaut

Anders als beim Referenzdesign kommt die Vapor-X-Karte mit zwei Acht-Pin-Stromsteckern daher. Auf dem Slotblech befinden sich zwei Dual-Link-DVI-, einen HDMI- und einen DisplayPort-Anschluss.

Bei den Taktraten geht Sapphire aggressivere Wege als bei den „einfacheren“ Modellen. Die Hawaii-GPU taktet mit maximal 1.030 MHz und damit 30 MHz höher als die Radeon R9 290 Tri-X aus demselben Hause. Der 4.096 MB große GDDR5-Speicher wird mit 2.800 MHz angesteuert. Das sind 200 MHz mehr als bei den anderen Varianten und 300 MHz mehr als beim Referenzdesign. Damit handelt es sich um die potenziell schnellste Radeon R9 290 auf dem Markt. Es gibt zwar auch Karten mit 1.040 MHz auf der GPU, doch taktet dort der Speicher niedriger.

Sapphire Vapor-X R9 290 – Anschlüsse
Sapphire Vapor-X R9 290 – Anschlüsse
Technische Eckdaten im Vergleich
Sapphire Radeon Vapor-X R9 290 Tri-X OC Sapphire Radeon R9 290 Tri-X OC Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC
PCB
Design Sapphire AMD AMD
Länge (ink. Kühler) 30 cm 30,5 cm 30,5 cm
Stromversorgung 2 x 8 Pin 1 x 8 Pin
1 x 6 Pin
1 x 8 Pin
1 x 6 Pin
Takt (max.)
GPU 1.030 MHz 1.000 MHz 1.040 MHz
Speicher 2.800 MHz 2.600 MHz 2.600 MHz
Speichergröße 4.096 MB GDDR5, Hynix 4.096 MB GDDR5, Hynix 4.096 MB GDDR5, Hynix
Anschlüsse 2 x DVI
1 x HDMI
1 x DisplayPort
2 x DVI
1 x HDMI
1 x DisplayPort
2 x DVI
1 x HDMI
1 x DisplayPort

Auf der nächsten Seite: Testergebnisse