4/5 Synology DS414j & QNAP TS-420 im Test : 4-Bay-Einstiegsmodelle im Vergleich

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Benchmarks

Im Folgenden sind die Testergebnisse der Synology DS414j und QNAP TS-420 in mehrere Untergruppen gegliedert. Zum einen betrachten wir die Lese- und Schreibgeschwindigkeit bei normalem Dateitransfer und bei aktivierter Verschlüsselung. Die Lautstärke und die Leistungsaufnahme werden ebenso wie das Preis-Geschwindigkeits-Verhältnis der NAS gesondert behandelt. Die einzelnen Ergebnisse jeder Kategorie können über die Schaltflächen über den Diagrammen durchgeschaltet werden. Die Einzelheiten zur Testmethodik, die den Ergebnissen zugrundeliegt, haben wir in einem gesonderten Artikel „So testen wir NAS-Systeme“ zusammengefasst.

Dateitransfer:

Die Schreib- und Leseraten der QNAP TS-420 und Synology DS414j zeigen ein interessantes Bild. Bei der reinen Schreibgeschwindigkeit ist die DS414j der TS-420 deutlich überlegen und in Summe unserer Praxistests mehr als doppelt so schnell. Bei der Lesegeschwindigkeit kann sich die TS-420 jedoch knapp vor der DS414j platzieren. Werden die reinen Datei- und Ordner-Transfers sowohl beim Schreiben als auch Lesen gemittelt, liegt die DS414j noch rund 15 Prozent vor der TS-420.

In Intels NASPT alleine zeigt sich überraschenderweise ein etwas anderes Bild. In diesem automatisierten Tests liegen QNAP TS-420 und Synology DS414j gleichauf.

Insgesamt platzieren sich beide Modelle jedoch nur im unteren Drittel unseres Testfeldes und bieten nur rund zwei Drittel der Übertragungsraten des schnellsten Modells im Feld, der Synology DS214.

Verschlüsselung:

Von beiden Kontrahenten bietet nur die DS414j eine ordnerbasierte AES-256-Verschlüsselung. Während die Übertragungsraten bei Lesevorgängen verhältnismäßig gut sind, ist die Schreibgeschwindigkeit mit unter 10 MB/s jedoch so langsam, dass sie in der Praxis nur für kleine, einzelne Ordner genutzt werden kann.

Preis-Geschwindigkeits-Verhältnis:

Wer nur auf die Übertragungsgeschwindigkeit des NAS-Systems und nicht auf die Software und zusätzliche Funktionen oder Anschlüsse Wert legt, für den bietet nachfolgendes Preis-Geschwindigkeits-Diagramm, in das alle Übertragungstests gemittelt einfließen, eine gute Orientierung.

Preislich trennen die TS-420 und DS414j derzeit nur 10 Euro, wobei wir bei der DS414j vom UVP in Höhe von 299,95 Euro ausgehen, da sie im Handel noch nicht gelistet ist. Die DS413j, die ebenfalls einen UVP von 299,95 Euro aufweist, kostet derzeit 280 Euro, so dass sich auch die DS414j zukünftig voraussichtlich in dieser Region bewegen wird. Da beide Modelle als 4-Bay-Systeme am oberen Preisende unseres Testfeldes ansetzen, jedoch nur eine Leistung am Ende dieses bieten, bleibt beiden nur der geteilte letzte Platz im Preis-Geschwindigkeits-Rating.

Lautstärke und Leistungsaufnahme:

Kopf an Kopf geht es auch in die nächsten und letzten Disziplinen unseres Vergleichstest. In Sachen Lautstärke und Leistungsaufnahme liegen beide Kontrahenten gleichauf und schenken sich nichts. Lediglich im Standby schneidet Synology erneut besser ab als QNAP. Der Mehrverbrauch beider Systeme im Vergleich zu ähnlich ausgestatteten Modellen wie der TS-220 erklärt sich im Betrieb einzig durch die beiden zusätzlichen Festplatten.

Unterschiede gibt es trotz unterschiedlicher Lüfteranzahl bei der Lautstärke nur im Detail. Denn auch wenn beide Modelle ad valorem ebenbürtig und keine Leisetreter sind, bietet das Gehäuse der Synology DS414j einen guten Resonanzkörper für die Zugriffsgeräusche der fest verschraubten, nicht entkoppelten Festplatten, weshalb diese deutlicher zu hören sind als bei der QNAP TS-420.

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