News : Der Hoax unter Google-Nest.org ist offline

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Der von einer Berliner Gruppierung ins Leben gerufene Hoax unter Google-Nest.org ist offline. Damit gaben die Mitglieder des „Peng Collective“ dem von Google aufgebauten Druck nach. Der Konzern hatte gefordert, die Webseite bis Montagabend offline zu nehmen und stattdessen über den Hintergrund dieses Hoax aufzuklären.

Liebes Internet, die wunderschöne Webseite ist offline, weil Google besorgt um die Zukunft der Marke und der Nest Labs ist“, verabschieden sich die Initiatoren der Aktion. Sie nutzen die von Google geforderte Klarstellung allerdings für weitere Kritik am Geschäftsgebaren: „Nest Labs ist der Teil des Konzerns, der gruselige Produkte kreiert, um noch mehr Daten von Euch zu erfassen. Offensichtlich kriegen sie nicht genug, sie brauchen alle.“

Alles nur ein Scherz
Alles nur ein Scherz

Nach Rücksprache mit Anwälten in Deutschland und den USA habe sich die Gruppe trotz unveränderter Ansichten dazu entschlossen, „nicht auszuprobieren, ob Google am Ende den Klageweg beschreitet“. Aufgeben wollen die Initiatoren allerdings nicht und verkünden: „Da wird mehr kommen, keine Sorge. Peng! schlägt zurück.“ Aber auch die aktuelle Aktion bleibt vorerst im Netz erreichbar. Unter alternativen Webseiten wie google-nest.crowdapp.de können die ursprünglichen Inhalte weiterhin abgerufen werden.

Natürlich wollen wir, dass der Großkonzern Google zerschlagen wird. Dass politische Strukturen geschaffen werden, in denen kein Konzern so viel Macht auf einen Haufen sammeln kann. Natürlich wollen wir keine Datenmonopole. Und ein dezentralisiertes Internet. Wir erinnern uns an das Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme – das endlich in Gesetze fließen muss. Dass das Netz rekommunalisiert werden soll, dass alle Haushalte freedombox-fähige Systeme bekommen, dass Sonderforschungsbereiche an Wirtschaftsunis entwickelt werden, die Alternativen zum »Pay with your data«-Modell entwickeln.

@PengBerlin zur Motivation

Google-Nest.org hatte im für Google typischen Design und mit vielen Verlinkungen auf die offizielle Konzernwebseite für die vier vermeintlich neuen Dienstleistungen Google Trust, Google Hug, Google Bee und Google Bye geworben. Alle Dienste einte ein tiefgreifender Eingriff in das Leben der Anwender auf Basis einer vollständigen Erfassung persönlicher Daten, Vorlieben und Emotionen.