Mantle : AMDs API soll neben DirectX 12 fortbestehen

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Mantle: AMDs API soll neben DirectX 12 fortbestehen

AMDs Low-Level-API Mantle wird mit DirectX 12 starke Konkurrenz bekommen. Wie die exklusive API verspricht das neue DirectX-API eine signifikante Reduzierung der Prozessorlast, ist aber nicht an einen Hersteller gekoppelt. Für AMD kein Grund, die Eigenentwicklung mit Verfügbarkeit von DirectX 12 wieder einzustampfen.

DirectX 12 wird Mantle nicht verdrängen, beide APIs werden koexistieren“ stellt AMDs Richard Huddy, „Gaming Scientist“ bei AMD, seine Sicht der Dinge im Interview auf der Computex dar. Aktuell nehmen 47 Entwicklerstudios an AMDs Beta-Programm zu Mantle teil. Alle seien allein auf AMD zugegangen und hätten ihr Interesse an der Low-Level-API bekundet. Auch nach der offiziellen Ankündigung von DirectX 12 seien noch neue Entwickler zu dem Programm hinzu gekommen. „Und erste Zusagen zur Unterstützung über die Veröffentlichung von DirectX 12 hinaus gibt es bereits“, so Huddy.

Die Weiterentwicklung der API wird AMD vor diesem Hintergrund wie geplant vorsetzen. Nach wie vor soll noch in diesem Jahr eine offene Entwicklerumgebung erscheinen, mit der jeder Entwickler Mantle-Programme und Spiele entwickeln kann. Und damit sei das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht, so AMD. Auch Mantle selbst soll mit der Zeit immer weiter verbessert werden, sodass nicht nur die Leistung steigen, sondern mit neuer Hardware auch neue Features in die Low-Level-API finden werden. Die API soll sich schneller weiterentwickeln als DirectX 12.

AMDs Hinweis darauf, dass es nur mit Mantle möglich sei, „die maximale Geschwindigkeit aus Radeon-Karten zu quetschen“, soll indes nicht als Absage an DirectX 12 verstanden werden. Zu dieser API existiere intern bereits ein Treiber, der lauffähig ist. Pünktlich zur Freigabe der Microsoft-API wird AMD auch einen finalen Catalyst-Treiber anbieten.

Aktuell unterstützen Battefield 4 sowie Thief Mantle. Benchmarks zu beiden Spielen hat ComputerBase in der Vergangenheit veröffentlicht.

In der ursprünglichen Fassung der Meldung war von „47 Entwicklern“ die Rede. Es muss „47 Entwicklerstudios“ lauten. Der Text wurde entsprechend angepasst.