2/5 Crucial MX100 SSD im Test : Im Duell mit M500, M550 und 840 Evo

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Neuzustand und Leistungsabfall

Zur Überprüfung der Leistungsbeständigkeit dient der Benchmark AS SSD. Mit diesem werden Transferraten und Zugriffszeiten der SSDs zunächst im leeren Auslieferungszustand und im späteren Verlauf nach normaler Nutzung mit installiertem System sowie nach starker Nutzung und fast vollständiger Befüllung überprüft. Details zu diesem Vorgehen und den vorbereitenden Maßnahmen liefert der Artikel „So testet ComputerBase SSDs“.

AS SSD – Crucial MX100 SSD 512 GB
Neuzustand
(ohne Daten)
Normalzustand
(35 GB belegt)
Stark genutzt
(10 GB frei)
Sequenzielles Lesen 519,53 MB/s 522,63 MB/s 522,59 MB/s
Sequenzielles Schreiben 477,57 MB/s 476,09 MB/s 474,81 MB/s
4K Lesen 30,52 MB/s 30,39 MB/s 30,50 MB/s
4K Schreiben 107,84 MB/s 105,33 MB/s 106,76 MB/s
4K 64Thrd Lesen 326,32 MB/s 376,91 MB/s 377,79 MB/s
4K 64Thrd Schreiben 309,15 MB/s 278,20 MB/s 276,89 MB/s
Zugriffszeit Lesen 0,036 ms 0,040 ms 0,124 ms
Zugriffszeit Schreiben 0,043 ms 0,044 ms 0,047 ms

Abgesehen von den Zugriffszeiten und den wahllosen Schreibzugriffen bei 64 ausstehenden Befehlen erreicht die MX100 auch nach starker Nutzung ähnliche Werte wie im Neuzustand. Die Zugriffszeit beim Lesen nimmt mit zunehmender Befüllung mit Daten allerdings deutlich zu. Dies ist auch bei anderen SSDs zu beobachten. TRIM und Garbage Collection verrichten ihre Arbeit, wie sie sollen.

Benchmarks

Iometer

Beim Lesen und Schreiben von sequenziellen Daten ist die MX100 praktisch gleichauf mit der M550. Der Vorgänger M500 liegt beim Lesen leicht zurück und ist beim Schreiben deutlich abgeschlagen. Allerdings ist der Vergleich mit dem 240-GB-Modell nicht ganz fair – das 480-GB-Modell der M500-Reihe würde beim Schreiben dichter an die jüngere Verwandtschaft heranrücken. Die SSD 840 Evo hat beim Lesen die Nase vorn, fällt beim Schreiben allerdings deutlich zurück, da der Schreibpuffer „TurboWrite“ beim Test über das gesamte Laufwerk nicht ausreicht.

Iometer
  • Sequenziell Lesen (128K):
    • Samsung 840 Evo 250 GB
      542,63
    • Crucial MX100 512 GB
      540,49
    • Crucial M550 512 GB
      540,27
    • Crucial M500 240 GB
      535,20
  • Sequenziell Schreiben (128K):
    • Crucial MX100 512 GB
      488,20
    • Crucial M550 512 GB
      487,30
    • Samsung 840 Evo 250 GB
      285,00
    • Crucial M500 240 GB
      270,14

AS SSD

Beim sequenziellen Transfer mit AS SSD zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei Iometer: Beim Lesen sind MX100 und M550 nahezu gleichauf, beim Schreiben liegt die M500 mit weniger Speicherchips deutlich zurück. Das wahlfreie Schreiben kleiner Datenblöcke gelingt allen drei Probanden ähnlich gut, beim Lesen von 4K-Daten haben die jüngeren MX100 und M550 die Nase deutlich vorn, liegen aber noch weit hinter der Samsung 840 Evo, die fast 40 MB/s erreicht. Bei 64 ausstehenden Befehlen hat die M550 beim Schreiben leichte Vorteile, liegt beim Lesen aber wieder mit der MX100 gleichauf. In beiden Disziplinen fällt die kleinere M500 deutlich zurück. Dieses Bild spiegelt sich auch bei den Zugriffszeiten wider.

Die Samsung 840 Evo kann im Gegensatz zu Iometer bei AS SSD von ihrem TurboWrite-Cache profitieren, da der Benchmark lediglich ein Gigabyte Daten nutzt. Beim sequenziellen Schreiben liegt die Samsung-SSD daher in Front.

PCMark 8

Die Ergebnisse im praxisnahen Storage-Parcours des PCMark 8 zeigen eindrucksvoll, dass Resultate rein synthetischer Benchmarks nicht zu wichtig genommen werden sollten. Sowohl bei Spielen, der Bildbearbeitung als auch im Office-Einsatz weichen die Resultate der Testkandidaten maximal um drei Prozent ab. Nur beim Transferdurchsatz zeigt sich die geringere Schreibrate der M500 deutlich, die wiederum bei der Dauer der Anwendungsabläufe kaum noch ins Gewicht fällt.

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