4/5 Synology DS414 und Asustor AS-204TE im Test : Multi-Media, Multi-User, Multi-Bay

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Benchmarks

Im Folgenden sind die Testergebnisse des Asustor AS-204TE und der Synology DS414 in mehrere Untergruppen gegliedert. Sowohl die die Lese- und Schreibgeschwindigkeit bei normalem Dateitransfer als auch bei aktivierter Verschlüsselung werden betrachtet. Die Lautstärke und die Leistungsaufnahme werden ebenso wie das Preis-Geschwindigkeits-Verhältnis der NAS gesondert behandelt. Die einzelnen Ergebnisse jeder Kategorie können über die Schaltflächen über den Diagrammen durchgeschaltet werden. Die Einzelheiten zur Testmethodik, die den Ergebnissen zugrundeliegt, sind in einem gesonderten Artikel „So testet ComputerBase NAS-Systeme“ zusammengefasst.

Dateitransfer:

Sowohl bei der Schreib- als auch Lesegeschwindigkeit kann sich die Synology DS414 deutlich vom Asustor AS-204TE absetzen. Liegt der Unterschied bei der Übertragung eines großen Ordners noch bei rund 20 bis 30 Prozent, wächst er bei der Übertragung einer großen einzelnen Datei auf durchschnittlich 50 Prozent. An den beiden bisher schnellsten Systeme mit zwei Festplatten – wohlgemerkt im RAID1 –, der DS214 und DS214play, kommt die DS414 im RAID5 nur beim Schreiben vorbei – beim Lesen ist sie hingegen langsamer.

Wird die gemittelte, erreichte Übertragungsgeschwindigkeit der DS414 auf 100 Prozent gesetzt, erreicht der Asustor AS-204TE rund 75 Prozent der Übertragungsgeschwindigkeit der DS414.

Verschlüsselung:

Beide NAS unterstützen eine ordnerbasierte AES-256-Verschlüsselung. Bei den erzielten Übertragungsraten profitiert die DS414 vom Hardware-Verschlüsselungsmodul und setzt sich insgesamt an die Spitze unseres Testfeldes. Beim AS-204TE kann die Verschlüsselung aufgrund niedriger, häufig einstelliger Übertragungsraten im Alltag nur für kleine Dateimengen genutzt werden.

Preis-Geschwindigkeits-Verhältnis:

Wer nur auf die Übertragungsgeschwindigkeit des NAS-Systems und nicht auf die Software und zusätzliche Funktionen oder Anschlüsse Wert legt, für den bietet nachfolgendes Preis-Geschwindigkeits-Diagramm, in das alle Übertragungstests gemittelt einfließen, eine gute Orientierung.

Trotz identischer UVP trennen den Asustor AS-204TE und die Synology DS414 im Handel derzeit knapp 60 Euro. Während die DS414 aktuell rund 375 Euro kostet, ist der AS-204TE schon für 315 Euro erhältlich. Für eine bessere Vergleichbarkeit und Übersicht wurden die NAS-Systeme, die maximal zwei Festplatten aufnehmen können, aus dem Diagramm entfernt.

Ein Preisunterschied von rund 20 Prozent und ein Geschwindigkeitsunterschied von rund 25 Prozent führt dazu, dass die DS414 schlussendlich – bei dieser einseitigen Betrachtung – die Nase vorn hat und das beste Preis-Geschwindigkeits-Verhältnis der bislang von uns getesteten 4-Bay-NAS bietet. Der Asustor AS-204TE kann sich jedoch vor der bereits von ComputerBase getesteten Synology DS414j und der QNAP TS-420 platzieren.

Link Aggregation:

Mit der Synology DS414 und der QNAP TS-420 verfügen zwei der getesteten NAS über zwei LAN-Anschlüsse, die Link Aggregation ermöglichen, wodurch die maximale Übertragungsgeschwindigkeit beim gleichzeitigen Zugriff mehrerer Clients erhöht werden kann. Der AS-204TE verfügt hingegen nicht über einen zweiten LAN-Anschluss.

Anders als die TS-420 kann die DS414 von Link Aggregation bei der Übertragung eines Ordners sowohl in Lese- als auch Schreibrichtung und beim Übertragen einer großen Datei insbesondere beim Lesezugriff, der sich fast verdoppelt, deutlich profitieren. Voraussetzung ist aber, dass – wie im von ComputerBase getesteten Fall – mindestens zwei Clients gleichzeitig auf das NAS zugreifen. Die Übertragungsgeschwindigkeit zu nur einem Client wird durch Link Aggregation nicht erhöht.

Lautstärke und Leistungsaufnahme:

In Sachen Lautstärke gehören beide NAS-Systeme nicht zu den leisesten Vertretern und ihre Lüfter sind zu jederzeit wahrnehmbar. Die DS414 von Synology ist dabei jedoch etwas leiser als der AS-204TE von Asustor. Die Schreibzugriffe auf vier Festplatten sind bei beiden NAS gut zu hören. Als störend ist die Geräuschkulisse beider Systeme zwar nicht zu werten, in ruhigen Umgebungen oder beim Einsatz des AS-204TE im Wohnzimmer als Multimedia-Player sollte jedoch für ausreichend Abstand zwischen Benutzer und NAS gesorgt werden.

Bei der Leistungsaufnahme belegen beide Modelle nur die hinteren Plätze und können sich auch im Vergleich zur DS414j und TS-420 rein nominell nicht behaupten. Selbst beim Ruhezustand der Festplatten verbraucht die DS414 mit 15,0 Watt fast doppelt so viel wie die DS414j mit 7,7 Watt. Der AS-204TE mit Intel Atom übertrifft diesen Wert im negativen Sinne mit 24,3 Watt nochmals deutlich. Der DS414 kann unter Last immerhin zu Gute gehalten werden, dass sie aus einem 20 Prozent höheren Verbrauch im Vergleich zur QNAP TS-420 und Synology DS414j eine 50 Prozent höhere Übertragungsrate erzielt. Auch wenn der Intel Atom im AS-204TE seinen Teil zu diesen Werten beiträgt, hätte Asustor auch das integrierte Netzteil besser wählen können. Der Effizienzverlust beim bis zu 150 Watt ausgelegten Netzteil ist unnötig hoch.

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