3/4 Zotac Zbox Sphere OI520 im Test : Kugelrunder Kleinst-PC mit Haswell

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Benchmarks

Bei der Leistungsmessung greifen wir auch für den runden Mini-PC Zotac Zbox Sphere auf unseren angestammten Parcours zurück, so dass sich der kleine PC in Relation zu den bisher getesteten Vertretern setzen lässt, die als Vergleichsobjekte mit von der Partie sind. Bei der Betrachtung der Ergebnisse muss jedoch beachtet werden, dass die Preisspanne der einzelnen PCs von 100 bis fast 600 Euro reicht.

Hinweis: Mittels Schaltfläche über den folgenden Diagrammen kann vorwärts und rückwärts durch Einzelergebnisse der Messungen geklickt werden.

Aufgrund des Core i5-4200U aus der „Haswell“-Generation liefert der kleine Desktop-Computer das erwartete Bild im Mittelfeld unserer Testreihen. Der Bruder Core i5-4250U mit gleichem Takt, aber besserer Grafiklösung HD 5000 liegt dementsprechend bei den CPU-Tests gleichauf, bei grafiklastigen Anwendungen hebt sich das Modell jedoch etwas ab. Dank der Turbofunktion des Prozessors kann sich die Zbox Sphere aber vor die Core-i3-Vertreter setzen.

Leistungsaufnahme und Lautstärke

Die Leistungsaufnahme haben wir inklusive 8 GByte DDR3L-1600, aktivem WLAN-, Bluetooth-Modul sowie einer SSD ermittelt.

Leistungsaufnahme Zbox vs. NUC vs. Brix
Leerlauf Video-
Wiedergabe
Video-
Konvertierung
Spiel
Zbox Sphere OI520 (i5-4200U) 8,0 Watt 10,0 Watt 35,5 Watt 31,5 Watt
Gigabyte Brix Pro GB-BXi7-4770R (i7-4770R) 16,5 Watt 18,0 Watt 61,5 Watt 63,5 Watt
Zbox nano AQ02 Plus (A8-5545M) 10,5 Watt 14,5 Watt 34,5 Watt 35,5 Watt
Zbox nano ID67 Plus (i3-4010U) 7,0 Watt 8,5 Watt 25,5 Watt 28,5 Watt
Intel NUC Kit DN2820FYKH (N2820) 4,0 Watt 6,0 Watt 7,5 Watt 12,0 Watt
Zbox nano AQ01 Plus (A4-5000) 8,0 Watt 10,0 Watt 15,0 Watt 19,0 Watt
Intel NUC Kit D54250WYK (i5-4250U) 6,0 Watt 7,0 Watt 33,0 Watt 37,0 Watt

Aufgrund der gestiegenen Ausstattung wie dem Dual-Channel-Speicher und der zweiten Massenspeicherlösung liegt auch der Energiebedarf im Vergleich zu den anderen Zboxen aus gleichem Hause etwas höher, jedoch keinesfalls in besorgniserregenden Größenordnungen. Mit acht Watt im Leerlauf darf das System weiterhin als stromsparend bezeichnet werden.

Lautstärke

Die Zboxen aus der Nano-Serie haben im Auslieferungszustand in der Regel ein Problem: der Lüfter ist zu laut. Dieser kann zwar im BIOS vom Nutzer beeinflusst werden, erfordert dort aber ein gewisses Fingerspitzengefühl. Der Zbox Sphere kommt das größere Volumen des Gehäuses zugute. Von der Unterseite kann über einen kleinen Lüfter nicht nur die CPU via Heatpipe, sondern auch das Drumherum gekühlt werden. Mit äußerst positiven Folgen.

Das Ergebnis ist nämlich ein flüsterleises System, welches selbst unter maximaler Last bei der Video-Umwandlung oder einem Spiel nahezu unhörbar bleibt. Die CPU wurde zu keiner Zeit über 60 Grad warm, der Lüfter blieb immer unter 1.900 U/min und im Leerlauf bei wirklich unhörbaren 1.200 U/min.

4K und Watchever

Bei Mini-PCs steht die Videowiedergabe im Alltag meist ganz vorn. Bei auf der Festplatte gespeicherten Medien gibt es diesbezüglich auch keinerlei Probleme, der in Windows 8.1 integrierte Mediaplayer wird mit 1080p-Videos spielend fertig. Wie mit „Haswell“-CPUs üblich, liegt im 1080p-Betrieb eine CPU-Last zwischen ein und zwei Prozent an, im 4K-Betrieb steigt sie minimal an, wobei mit einem Durchschnitt von nicht einmal drei Watt die Betonung auf „minimal“ liegt.

Streaming mit Watchever

Unser letzter Test, in dem der schnellste Mini-PC zum Einsatz kam, hatte bereits gezeigt, dass die CPU für den Streaming-Dienst von Watchever.de nicht schnell genug sein kann. Da der Core i5 in der Zbox Sphere keinesfalls zur langsamen Sorte gehört, platziert sich das Modell an zweiter Stelle. Bei HD-Wiedergabe liegt die CPU-Last im Durchschnitt bei 28 Prozent, bei SD-Videos sind es rund 11 Prozent. Mit Blick auf die Mitbewerber durch die Bank weg gute Ergebnisse.

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