2/5 Synology DS415play und Thecus N4560 im Test : Die Atom-Generation im Vergleich

, 38 Kommentare

Synology DS415play

Interessenten warten bereits länger auf die DS415play und hatten nach der Veröffentlichung der Synology DS214play im letzten Jahr eigentlich mit einer DS414play gerechnet. Synology veröffentlicht das 4-Bay-NAS mit Intel Atom CE5335 jedoch anders als vermutet als DS415play, womit es das erste Modell der x15-Serie ist. Auch die DS415play soll dank hardwareseitiger Videotranskodierung bei Foto-, Musik- und Video-Streaming punkten, verzichtet allerdings weiterhin auf einen HDMI-Ausgang, um derartige Inhalte auch ohne Umwege direkt an einen Fernseher auszugeben.

Die DS415play ermöglicht wie schon die DS214play eine Videotranskodierung von Full-HD-Inhalten (H.264 (AVC), MPEG-4 Part 2, MPEG-2, VC-1) in Echtzeit. So kann der Benutzer auch mit Endgeräten, die das ursprüngliche Format des auf dem NAS gespeicherten Videos nicht wiedergeben können, diese Inhalte über Synologys Video Station oder DS video abspielen. Die notwendige Umrechnung übernimmt die DS415play. Eine Übersicht über die Transkodierungsmöglichkeiten bietet Synology in einer FAQ zum DS241play. Während andere Hersteller auf die lokale Multimediawiedergabe setzen, konzentriert sich Synology erneut ausschließlich auf das Thema Streaming.

Synology DS415play im Test

Das Gehäuse der DS415play ist identisch mit dem Gehäuse der DS414. Anstelle des zweiten LAN-Anschlusses auf der Rückseite, der der DS415play fehlt, finden sich zwei USB-2.0-Anschlüsse wieder. Auch bei der DS415play können die Festplatten, sofern es 3,5-Zoll-Vertreter sind, schrauben- und werkzeuglos auf Einbaurahmen aus Plastik montiert werden. Die Festplatten verbergen sich hinter einer Hochglanzabdeckung, die ebenfalls schraubenlos von vier Gummihaltern gehalten wird. Die üblichen Staus-LEDs geben Aufschluss über den Systemzustand. Eine Kopiertaste bietet der vorderseitige USB-2.0-Anschluss wie bei der DS414 nicht.

Die übrigen Schnittstellen in Form von zwei USB-2.0-, zwei USB-3.0-Anschlüssen, einem LAN-Anschluss, dem Kensington-Lock befinden sich auf der Rückseite der DS415play. Asustor und Thecus bieten beim AS-304T und beim N4560 zusätzlich einen HDMI-Ausgang. Auf eSATA und einen SD-Kartenleser verzichtet Synology bei der DS415play anders als bei der kleinen Schwerster, der DS214play.

Dominantes Element der Rückseite sind erneut die beiden 92-mm-Lüfter. Auffällig ist, dass Synology als einziger der drei Hersteller auf ein externen Netzteil mit lediglich 90 Watt Nennleistung setzt. Ein weiterer Lüfter im Netzteil, der dessen Abwärme abtransportiert, ist deshalb nicht erforderlich, dafür muss der Kunde das Netzteil zusätzlich zum NAS verstauen – ein Grund, den die anderen Hersteller immer wieder als Argument für ein internes Netzteil aufführen. Ein Display, wie es der N4560 von Thecus bietet, weist die DS415play nicht auf.

Die erste Inbetriebnahme und Einrichtung der DS415play gestaltet sich wie bei den anderen NAS-Systemen des Herstellers – unkompliziert und schnell. Im Test kam Version 5.0-4493 Update 2 des Linux-basierten Disk Station Managers (DSM) zum Einsatz.

Auf der nächsten Seite: Thecus N4560