3/3 The Wolf Among Us im Test : Der böse Wolf als Sheriff in Manhattan

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Fazit

Mit The Wolf Among Us erzählt Telltale eine stimmige Geschichte in einem frischen Szenario. Allzu große Experimente bleiben zwar aus, und dennoch ist der Krimi mit Sheriff Bigby Wolf mehr als nur The Walking Dead mit neuen Charakteren. Der absolut gelungene Genrewechsel ist emotional, bleibt packend bis zum Schluss und ist erzählerisch in vielerlei Hinsicht erstaunlich durchdacht. Dass Film und Spiel durchaus eine produktive Verbindung eingehen können, wird so einmal mehr vor Augen geführt.

Film noir, Fabeln und Neuzeit, das hat schon in Folklore auf der PlayStation 3 ausgezeichnet funktioniert und tut es noch immer. Die Neuimagination bleibt düster und schonungslos brutal, gleichzeitig packend und durchaus kritisch auf verschiedenen Ebenen – in vielerlei Hinsicht trifft Telltale den Nagel auf den Kopf. Voraussetzung ist lediglich, sich auf das Format mit seinen beschränkten Interaktionsmöglichkeiten einlassen zu können. Spielerisch mag The Wolf Among Us seicht sein, inhaltlich ist es das auf keinen Fall. Damit hat sich die Sagenadaption zweifelsohne eine Empfehlung verdient.

Die „Ausstrahlung“ der Serie im Episodenformat wird jedoch zum Tiefschlag für Fans: Die Aufteilung zerreist die Handlung insbesondere mit der für sich betrachtet schwachen vierten Episode, während die pünktlich zum Staffelfinale gestarteten Rabattangebote – derzeit 50 Prozent Nachlass – Early Adopter doppelt treffen.

The Wolf Among Us
The Wolf Among Us

Kopier- & Jugendschutz

„The Wolf Among Us“ ist für Xbox 360 und One, die PlayStations Vita, 3 und 4, Windows sowie OSX und iOS erhältlich. Auf dem PC wird das Spiel entweder an Steam gebunden, sodass der Key über die Valve-Plattform aktiviert werden muss, oder über ein Telltale-Konto. Dazu ist einmalig eine Internetverbindung nötig; ein Wiederverkauf wird durch die Bindung an das Steam- respektive Telltale-Konto aber quasi unmöglich gemacht.

In Sachen Jugendschutz gilt es zu erwähnen, dass die erste Episode von der USK eine Freigabe „ab 18 Jahren“, die weiteren Episoden eine Freigabe „ab 16 Jahren“ erhalten haben.

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