5/8 AMD Radeon R7 SSD im Test : Die „rote“ OCZ im Test

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Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme im Leerlauf fällt mit knapp 600 Milliwatt deutlich höher als bei den sparsamen Samsung-SSDs aus und liegt in etwa auf dem Niveau der SanDisk Extreme II. Die nicht gerade sparsamen Crucial-SSDs benötigen jedoch noch ein gutes Stück mehr Leistung. Wird der Energiesparmodus von Windows 8.1 aktiviert greift bei allen bisher getesteten SSDs das Link Power Management (LPM) des AHCI-Treibers, wodurch die Leistungsaufnahme rapide sinkt. Bei der Radeon R7 SSD funktioniert dies jedoch nicht: Das Multimeter zeigt weiterhin die gleichen Werte wie im Modus Höchstleistung ohne LPM an.

Auf Nachfrage teilte OCZ gegenüber ComputerBase mit, dass LPM schlichtweg nicht unterstützt wird. Als Erklärung wird angeführt, dass die Radeon-SSD für „Gamer“ gemacht ist, bei denen in der Regel der Stromverbrauch keine große Rolle spielt. Aus diesem Grund habe man auch auf die Unterstützung des noch sparsameren DevSleep-Modus verzichtet. Dass andere Komponenten in einem Spieler-PC, wie beispielsweise eine leistungsfähige Grafikkarte, einen bedeutend größeren Anteil an der Leistungsaufnahme des Gesamtsystems ausmachen, wird betont.

Ob die SSD in einem Spielerechner nun 600 Milliwatt oder 60 Milliwatt im Leerlauf benötigt, macht sich in Relation zum Verbrauch der restlichen Komponenten tatsächlich kaum bemerkbar. Für einen möglichst langen Akkubetrieb eines Notebooks kann eine Differenz von 500 Milliwatt wiederum eine Rolle spielen, doch dafür ist die Radeon-SSD nicht konzipiert. Das Konzept lautet: „Gaming = Performance“ und nicht Stromsparen.

Dennoch zeigt sich die AMD-SSD im aktiven Betrieb auch von ihrer sparsamen Seite: Bei Lesezugriffen, egal ob sequenziell oder wahlfrei, nimmt die SSD weniger Leistung als alle anderen Probanden im Testfeld auf. Dies geht allerdings mit einer teils geringen Leseleistung einher, wie die Leistungstests offenbart haben. Die hohe sequenzielle Schreibleistung macht sich wiederum mit einer vergleichsweise hohen Leistungsaufnahme bemerkbar, was wiederum dadurch relativiert wird, das zum Schreiben größerer Datenmengen weniger Zeit benötigt wird.

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