Fufix : Script soll Aufsetzen eines Mailservers vereinfachen

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Fufix: Script soll Aufsetzen eines Mailservers vereinfachen

Das Aufsetzen eines Mailservers ist auch mit Einlesen in die Materie eine Aufgabe, die Anwender regelmäßig überfordert. Die zahlreich im Internet zu findenden Anleitungen sind oft hoffnungslos veraltet oder nur für Sonderfälle ausgelegt. Für Abhilfe soll das Installer-Script „fufix“ von André Peters sorgen.

Das Script setzt unter Debian einen vorkonfigurierten Mailserver auf Basis von Postfix und Dovecot auf. Nachdem das Script von GitHub heruntergeladen und geöffnet wurde, sammelt es in einem ersten Schritt einige benötigte Informationen wie Hostname, Zeitzone, Passwörter und anderes ein, um anschließend in einem zweiten Schritt die benötigten Pakete aus den Debian-Archiven auf die Festplatte des Servers zu laden. Falls noch nicht vorhanden, wird dabei neben Postfix und Dovecot auch der Webserver Nginx und das Datenbankprogramm MySQL sowie PHP mit allen benötigten Modulen installiert. Das Administrationswerkzeug Postfixadmin stammt aus dem offiziellen SVN Repository, da die in Debian verfügbare Version noch fehlerbehaftet ist.

fufix
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Das Script eignet sich vorwiegend für Einsteiger in die Materie, die erstmals einen Mailserver aufsetzen möchten. Da Mailserver diffizile und verletzliche Gebilde sind, sollten die ersten Gehversuche, wie bei anderen Servern auch, nicht in freier Wildbahn, sondern im lokalen Netz oder in einer virtuellen Umgebung stattfinden. Neueinsteiger können sich so nach erfolgreicher Installation in diversen Konfigurationsdateien die vorgenommenen Einstellungen anschauen anstatt über Versuch und Irrtum erst viel später zu einem funktionierenden Server zu kommen.

Der Autor des Scripts weist darauf hin, dass noch keine Fehlerbehandlungsroutinen oder Debugging eingebaut sind. Deshalb sollten Anwender nach jedem Schritt kontrollieren, ob Fehler angezeigt werden. Zudem darf zur Laufzeit kein Web- oder Maildienst laufen, sonst verweigert das Script den Dienst. Ein erster ComputerBase-Test lokal unter Debian Unstable verlief erfolgreich. Die Tests des Entwicklers wurden unter Debian „Wheezy“, also der aktuellen stabilen Version vorgenommen.