Metal Gear Solid V : Kojima demonstriert adaptive Spielwelt

, 40 Kommentare
Metal Gear Solid V: Kojima demonstriert adaptive Spielwelt

Auch Metal Gear Solid V: The Phantom Pain war auf der Gamescom 2014 vertreten. In einer Videopräsentation zeigte Konami, wie das Spiel auf den Spieler reagiert und ihn so zwingt, seine Taktik zu variieren. ComputerBase war vor Ort.

Gezeigt wurde Big Boss in einer Mission in der afghanischen Wüste beim Infiltrieren einer sowjetischen Militärbasis. Dabei handelte es sich um dasselbe Gebiet, das bereits Teil der E3-Präsentation war. Anders als noch um Juni verlief der Einsatz nun anhand anderer Parameter. Da Wahl und Vorgehen dem Spieler überlassen wird, warteten die Entwickler nun eine andere Tageszeit ab. Ein zuvor besetzter Militärposten erwies sich deshalb als desertiert, an anderer Stelle waren deutlich mehr Soldaten unterwegs und anstelle eines Sandsturms stolperte Big Boss über eine Patrouille, später über ein harmloses Schaf – das prompt als Kriegsbeute und per Ballon abtransportiert wurde – sowie gefährliche Wölfe.

Metal Gear Solid V – Gamescom-Trailer

Weil der letzte Versuch, in den eigentlichen Militärstützpunkt einzudringen im Chaos endete, haben die Sowjets nun die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Um sich gegen die dabei genutzten Kopfschüsse aus der Betäubungspistole zu wehren, tragen die Soldaten zudem Helme. Bedächtigem Vorgehen helfen die beträchtlich erweiterten Einsatzmöglichkeiten des für die Serie ikonischen Pappkartons, der, wie der Gamescom-Trailer zeigt, deutlich vielseitiger geworden ist. Zur Infiltration nutzen die Entwickler das dynamische Zeitsystem: Sie warteten den Einbruch der Nacht ab, um im Schutze der Dunkelheit vorgehen zu können.

Dabei zogen sich die Soldaten mit sinkender Sichtweite immer dichter um das Zielgebäude mit Geheimdienstdokumenten zusammen – vergleichsweise realistisch. Trotz lautlosen Vorgehens und dem zur Informationsgewinnung unauffälligen Verhör einzelner Soldaten, die sich in deutlich unterlegener Position schon einmal ergeben, reagierten die Sowjets zudem auf Big Boss. Spätestens nach dem Ausfall der Beleuchtung fordern sie Verstärkung an, die in Form eines Kampfhubschraubers in Folge über dem Stützpunkt kreiste. Dass Metal Gear Solid V Kreativität zulässt, demonstrierten die Entwickler während der abschließenden Flucht. Ein mit C4 aus dem Inventar „getunter“ Jeep wurde einfach per Beuteballon in die Luft gehoben und neben dem lästigen Heli in die Luft gesprengt.

Metal Gear Solid V – Gamescom 2014

Abschließend wurden weitere Möglichkeiten des um die Mutterbasis herum aufgebauten Mehrspielerelements gezeigt. Während in der E3-Demo die eigene Basis von einem anderen Spieler angegriffen wurde, drehten die Entwickler den Spieß nun um und gingen in einem fremden Stützpunkt auf Beutezug. Neben Containern, die Geld für den Ausbau der „Mother Base“ einbringen, wurden so Waffen und Personal per Ballon eingesackt. Wie einfach ein solches Unterfangen wird, hängt davon ab, wie viel Zeit das Opfer in Forschung und Ausbau seines Unterschlupfs gesteckt hat.

Hideo Kojima, der Game Director des Spiels, kündigte auf der Gamescom außerdem eine PC-Version des Schleichspiels an, die über Steam veröffentlicht wird. Die Listung auf der Distributionsplattform verrät allerdings noch keine Details wie den Erscheinungstermin.