7/7 Plextor M6S und Crucial MX100 im Test : Zwei günstige SSDs mit 256 GB im Vergleich

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Fazit

Anhand der Plextor M6S 256 GB zeigt sich eindrucksvoll, dass sich Ergebnisse synthetischer Benchmarks, auf die sich viele Tester ausschließlich verlassen, keineswegs direkt auf die Leistung im Praxiseinsatz übertragen lassen. Würde sich ComputerBase nur auf Iometer und AS SSD beschränken, ginge die M6S als eines der langsamsten Laufwerke aus dem Test hervor. Doch bei den praktischen Anwendungstests zeigt sich ein ganz anderes Bild.

Gerade in Disziplinen, in denen es auf die Schreibleistung ankommt, erweist sich die M6S als eines der schnellsten Laufwerke ihrer Kapazitätsklasse. Das Entpacken und Kopieren größerer Dateien respektive Ordner ist ihre Stärke, wo sie sich nicht hinter Konkurrenzprodukten der Premiumklasse verstecken muss.

Auch sonst leistet sich die Plextor-SSD keine Ausrutscher im Praxiseinsatz und ist insgesamt als schnelles 256-GB-Laufwerk einzuordnen, das von der Schreibleistung her auch mit der älteren Oberklasse mithalten kann.

Mit aktuell 120 Euro im Fachhandel ist die Plextor M6S 256 GB rund ein Drittel teurer als die Crucial MX100 gleicher Kapazität. Von Preis und Leistung her rangiert sie im Bereich der SanDisk Extreme II, die allmählich vom Markt verschwindet und von der SanDisk Extreme Pro abgelöst wird. Im Gegensatz zur Extreme II erreicht die Plextor M6S ihre Leistung aber bei einer weitaus geringeren Leistungsaufnahme, weshalb sie sich als schnelle Notebook-SSD anbietet.

Crucial MX100 und Plextor M6S mit 256 GB
Crucial MX100 und Plextor M6S mit 256 GB

Wie das Datenblatt vermuten ließ, ist die Schreibleistung eine Schwäche der Crucial MX100 mit 256 GB. Während das 512-GB-Modell nur wenig langsamer als teurere Modelle dieser Kapazitätsklasse ist, fällt das 256-GB-Modell in seiner Kapazitätsklasse beim sequenziellen Schreiben deutlicher zurück, auch wenn der direkte Vorgänger M500 übertroffen wird. Beim Kopieren und Entpacken macht sich die fehlende Schreibleistung spürbar bemerkbar.

Nutzer, die oft größere Datenmengen auf die SSD schreiben, sollten daher ein Modell mit höherer Schreibleistung in Erwägung ziehen, das allerdings teurer ausfällt. Im alltäglichen Einsatz als Systemlaufwerk sind wiederum keine spürbaren Unterschiede zu anderen SSDs auszumachen, weshalb die MX100 mit 256 GB angesichts ihres günstigen Preises von aktuell 90 Euro die erste Wahl für Sparfüchse ist.

Mit derzeit nur vier Euro mehr ist die SanDisk Ultra Plus 256 GB allerdings eine Alternative. Trotz potentiell höherer Schreibleistung erweist sie sich im aktualisierten Testparcours zwar insgesamt als etwas langsamer als die MX100, kann dafür jedoch mit einer niedrigeren Leistungsaufnahme punkten – und in Notebooks zählt schnell jedes Zehntel Watt.

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