3/6 Lepa MaxBron B450M im Test : Ein neuer Auftragsfertiger kommt nach Europa

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Messungen

Im Folgenden sind die Testergebnisse des Lepa MaxBron 450 Watt in mehrere Untergruppen gegliedert. Zum einen wird die Effizienz anhand eines automatisierten Tests an einer kalibrierten Chroma 8000 ATS betrachtet und dabei beispielsweise auch auf Punkte wie die Restwelligkeit und Stützzeit eingegangen. Zum anderen werden reale Lautstärketests mit eigenen Testsystemen durchgeführt.

Die Details zu der Testmethodik, der eingesetzten Teststation, den Messungen und der Lautstärkemessung sind in einem gesonderten Artikel „So testet ComputerBase Netzteile“ zusammengefasst.

Für das MaxBron kamen während der Tests folgende selbst kalkulierte Lasten zum Einsatz:

Lastkalkulation Lepa MaxBron B450M
Schiene 25 Watt fest 10% 20% 50% 100% Crossload 12V Crossload Minor
+5V 1,00 0,86 1,71 4,28 8,56 1,0 18,0
+12V 1,30 2,96 5,91 14,78 29,57 36,0 3,0
-12V 0,04 0,02 0,05 0,12 0,24 0,2 0,2
+3,3V 1,0 1,20 2,40 5,99 11,98 1,0 10,0
+5Vsb 0,2 0,20 0,40 1,00 2,00 1,0 1,0
Angaben in Ampere

Die einzelnen Ergebnisse jeder Kategorie können anhand der Schaltflächen über den Diagrammen durchgeschaltet werden.

Effizienz

Lepa verspricht für das MaxBron 80Plus-Bronze. Bei niedriger und mittlerer Last wird das geforderte Minimum jeweils übertroffen, bei Volllast nach Berücksichtigung der Toleranz von 0,4 Prozentpunkten um weitere 0,4 Prozentpunkte verfehlt. Das ist zu viel.

Beim Wechsel ins 230-Volt-Netz steigt der Wirkungsgrad leicht und positioniert sich im unteren Mittelfeld der Bronze-Netzteile. Bei Volllast fällt das MaxBron hinter die Konkurrenz zurück, auch wenn der Rückstand gering ist. Bei geringer Last zählt es hingegen zu den eher sparsamen Geräten.

ComputerBase hat den Hersteller über den Patzer beim Wirkungsgrad informiert. Der deutsche Lepa-Vertrieb Coolergiant Computers teilt mit, Rücksprache mit der Zentrale gehalten zu haben. Einzelne Exemplare können demzufolge in der Tat bei Volllast das Soll verfehlen. Das hätten Messungen auf Basis eigener Stichproben ergeben. Auf den wie immer angebotenen Vergleichstest eines zweiten Musters wurde daher verzichtet.

Der Hersteller bestätigt somit: Der Kunde kann sich nicht sicher sein, die beworbene Bronze-Effizienz auch tatsächlich zu erhalten.

Leistungsfaktorkorrektur (PFC)

Die Leistungsfaktorkorrektur des MaxBron arbeitet nur durchschnittlich. Insbesondere die Ergebnisse im unteren Lastbereich zeigen Verbesserungspotential.

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